Mit dem Eintritt in die Pension denken viele Menschen darüber nach, ihre Energiekosten langfristig zu senken. Eine Solaranlage am Dach kann dabei helfen - doch lohnt sich die Anschaffung im fortgeschrittenen Alter überhaupt noch?
Energieexperte Luca Arenz hat eine klare Antwort: Ja, aber nur unter bestimmten Voraussetzungen. Entscheidend ist, wie lange man noch im eigenen Haus wohnen will.
Wie CHIP berichtet, amortisiert sich eine Solaranlage in der Regel innerhalb von acht bis zwölf Jahren. Wer also plant, mindestens zehn Jahre im Eigenheim zu bleiben, für den rechnet sich die Investition.
Bei den Anschaffungskosten kann man laut dem Experten von etwa 1.500 Euro pro Kilowatt-Peak ausgehen. Für ein typisches Einfamilienhaus mit einer Anlage von sechs kWp bedeutet das Kosten von 9.000 bis 12.000 Euro.
Bei einem Zinssatz von vier Prozent und einer Tilgungsrate von zehn Prozent pro Jahr kommt eine zusätzliche jährliche Belastung von rund 1.300 Euro zustande - also etwas mehr als 100 Euro im Monat.
Vor der Anschaffung sollte genau ermittelt werden, wie viel Strom im Haushalt verbraucht wird - und vor allem wann. Im Sommer läuft vielleicht die Klimaanlage, im Winter die Wärmepumpe.
Auch der Zustand des Daches spielt eine wichtige Rolle: Es ist wenig sinnvoll, eine neue Solaranlage auf einem Dach zu installieren, das innerhalb der nächsten zehn bis zwanzig Jahre saniert werden muss.
Pauschal lässt sich sagen: Wer die monatlichen Mehrkosten von 100 bis 150 Euro stemmen kann und einen Eigenverbrauchsanteil von mindestens 30 Prozent erreicht, für den kann eine Solaranlage auch im Pensionsalter eine kluge Entscheidung sein.