Tierische Brandgefahr

Deshalb sind Tauben unter Solaranlagen brandgefährlich

Für Tauben ist der geschützte Platz unter einer Photovoltaikanlage beinahe eine Luxuswohnung. Doch für den Hausbesitzer wird es zum Sicherheitsrisiko.
Heute Tierisch
24.08.2026, 08:47
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Solarmodule bieten Tauben fast alles, was sie für einen attraktiven Nistplatz brauchen: Schutz vor Regen und Wind, Wärme und Sicherheit vor vielen Fressfeinden. Besonders der Hohlraum zwischen Dach und aufgeständerten Modulen wird deshalb gerne bezogen.

Das Problem dabei: Die Vögel schleppen Zweige, trockenes Gras, Federn und andere leicht brennbare Materialien unter die Anlage – und zwar ausgerechnet dorthin, wo auch Kabel und elektrische Verbindungen verlaufen. Fachleute warnen deshalb davor, hartnäckige Taubennester unter Photovoltaikanlagen einfach zu ignorieren.

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Nest brennt wie Zunder

Die Solarmodule selbst setzen ein Taubennest normalerweise nicht einfach in Brand. Gefährlich wird vielmehr die Kombination aus trockenem Nistmaterial und einem elektrischen Defekt. Werden Kabelisolierungen beschädigt oder Verbindungen fehlerhaft, können bei Photovoltaikanlagen Lichtbögen entstehen. Liegen daneben trockene Zweige, Federn oder Stroh, steht damit leicht entzündliches Material unmittelbar zur Verfügung. Zusätzlich können größere Nester die Hinterlüftung der Module beeinträchtigen und für höhere Temperaturen sorgen.

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Doch Feuer ist nicht das einzige Problem. Taubenkot kann Module verschmutzen und dadurch deren Leistung reduzieren, Nistmaterial kann Dachrinnen und Abläufe verstopfen und die ständige Vogelaktivität kann Kabel und andere Bauteile beeinträchtigen. Wer also regelmäßig Tauben auf oder unter seiner Solaranlage verschwinden sieht, sollte nicht erst warten, bis das Gurren am Dach zur Großfamilie angewachsen ist. Sinnvoll ist eine Kontrolle durch einen Fachbetrieb – insbesondere dann, wenn bereits größere Mengen Nistmaterial vorhanden sind.

Bitte nicht ...

Vorbeugen lässt sich mit speziellen Schutzgittern, die den Spalt zwischen Dach und Solarmodulen verschließen, ohne die Tiere zu verletzen. Wichtig ist eine fachgerechte Montage: In Modulrahmen sollte keinesfalls eigenmächtig gebohrt oder geschraubt werden, da dies die Anlage beschädigen und Garantieansprüche gefährden kann.

Befindet sich bereits ein aktives Nest mit Eiern oder Jungvögeln unter den Modulen, sollte es außerdem nicht einfach entfernt oder eingeschlossen werden. Dann ist professionelle Hilfe gefragt. Und grundsätzlich gilt: Finger weg von Kabeln und Steckverbindungen – an einer Photovoltaikanlage haben Hobby-Handwerker bei elektrischen Problemen nichts verloren.

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