Ein Hund bringt Freude in viele Familien. Kinder finden in ihm einen Spielkameraden, manche sprechen sogar von einem Ersatzgeschwister. Gerade in der Pandemie waren Hunde für viele eine große Stütze. Doch eine Befragung unter Hundehaltern in Großbritannien, die zwischen 2019 und 2021 Welpen angeschafft hatten, zeigt auch die Schattenseiten. Denn mit dem neuen Familienmitglied kommt auch eine erhebliche Belastung.
Nach Angaben von Utopia.de gaben viele Halter zwar an, dass ihr Hund die psychische Gesundheit ihrer Kinder fördert. Kinder berichteten von Trost und Freude. Doch die Studie offenbart auch Probleme.
Besonders Frauen sind von der zusätzlichen Arbeit betroffen. Sie übernehmen häufig den Großteil der Pflege und Betreuung des Vierbeiners – zusätzlich zu ihren sonstigen Aufgaben im Haushalt und Beruf. Ein erschreckendes Detail: Jeder 17. Befragte überlegte bereits, den Hund wieder abzugeben. Die Realität der Hundehaltung unterscheidet sich oft stark von den Erwartungen.
In Deutschland und Österreich landen viele Hunde im Tierheim. Der Tierschutzbund sprach gegenüber der Deutschen Presse-Agentur von starker Überlastung – ein Ausmaß, das vor der Corona-Pandemie nicht existiert habe. Auch 2026 kamen Tierheime vielerorts an ihre Kapazitätsgrenzen, besonders während der Sommerferien. Die Kosten für einen Hund werden oft unterschätzt – zwischen 1000 und 3000 Euro pro Jahr sollte man einplanen.
Wer sich einen Hund anschaffen möchte, sollte also gut überlegen: Habe ich genügend Zeit, Geld und Energie? Und wer in der Familie wird sich wirklich um das Tier kümmern?