Die Tierheime in der Steiermark sind derzeit komplett überfüllt. Tierschützer schlagen Alarm und fordern strengere Regeln für die Hundehaltung – und zwar in Form einer klaren Obergrenze.
Charly Forstner, Obmann der Arche Noah, bringt es auf den Punkt: "Unsere Forderung wäre fünf Hunde pro Person. Wir haben heuer etwa die Situation gehabt, da waren 29 Amstaffs in einem Haus gehalten und wir haben damals 22 Hunde übernommen.
„Ganz oft sind es Leute, die mittellos sind und das bleibt dann alles letztendlich beim Steuerzahler hängen“Charly ForstnerObmann, Arche Noah Steiermark
Im Burgenland ist es zum Beispiel geregelt, die Wiener sind dran, in Niederösterreich ist es auch geregelt.
Das steirische Tierschutzgesetz schreibt aktuell nur vor, dass ein Hund mindestens 15 Quadratmeter Raumfläche haben muss. Für jeden weiteren Hund kommen fünf Quadratmeter dazu. Hundehaltung ist in Österreich übrigens Ländersache.
Der zuständige Tierschutz-Landesrat Hannes Amesbauer beabsichtigt, sich für diese Änderungen stark zu machen. Er verweist aber auf das Steiermärkische Landessicherheitsgesetz: "Diese Forderung ist für uns relativ neu, ich habe sie vor wenigen Tagen vernommen. Zuständig ist das Landessicherheitsgesetz und nicht der Tierschutz. Aber ich werde mich gemeinsam mit dem ressortzuständigen Landeshauptmann Mario Kunasek (FPÖ) über dieses Thema unterhalten und wir werden dann auch eine Entscheidung im Sinne des Tierschutzes gemeinsam mit Experten treffen."
Einen kleinen Lichtblick gibt es trotzdem: Im Süden von Graz wurde am Mittwoch ein Zubau beim Tierheim Arche Noah eröffnet. Das haben Spenden und öffentliche Gelder möglich gemacht. Die Erweiterung um 17 zusätzliche Boxen war dringend notwendig, da immer mehr Tiere im Tierschutz landen und betreut werden müssen.
Kürzlich mussten 73 Hunde – darunter 14 Mütter und viele Welpen – einer Züchterin abgenommen werden. Die Tiere waren laut Arche Noah in schlechtem Zustand und werden nun im Tierheim medizinisch versorgt. Wo das noch hinführt?