Tierischer Rekord in Vösendorf

Im Monat Mai landen über 700 Wildtiere im Tierheim

Mehr als 700 Wildtiere aller Art wurden in Vösendorf und Gloggnitz von Tierschutz Austria im Mai aufgenommen - ein absoluter Rekord.
17.06.2026, 13:54
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Der Monat Mai schlägt mit einer absoluten Rekordzahl von mehr als 700 Wildtieren bei Tierschutz Austria zu Buche. So viele Vögel, Eichhörnchen, Häschen, Füchse und Rehe wurden insgesamt in Vösendorf und Gloggnitz aufgenommen und (im besten Fall) zur Wiederauswilderung gepflegt.

Doppelte Menge

Gegenüber dem Vormonat April mit rund 350 Tieren hat sich die Aufnahmezahl mehr als verdoppelt. Zum Vergleich: In den Vorjahren lagen die Saisonzahlen bei 1.800 bis 2.000 Tieren zusammen. Besonders alarmierend: Die Anzahl der aufgenommenen Wildtiere hat sich in den letzten fünf Jahren verfünffacht.

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„Dies ist ein deutliches Indiz dafür, dass immer mehr Wildtiere in unserer Region gefährdet sind und auf Hilfe angewiesen sind. Wir befinden uns derzeit mitten in der intensiven Wildtiersaison, in der vor allem junge Vogerl, Eichhörnchen und Rehkitze gerettet werden müssen“
Stephan ScheidlLeiter der Wildtierhilfe, Tierschutz Austria

Auch ein Jäger zeigt Herz

Ein positives Zeichen der Zusammenarbeit im Tierschutz: Ein Jäger übergab der Station ein Rehkitz, dessen Mutter bei einem Verkehrsunfall ums Leben gekommen war. Das Tier wird nun über das Team Tierschutz in das Tierheim Parndorf gebracht. "Es ist großartig, dass Jäger und Tierschützer Hand in Hand arbeiten, um verwaisten oder verletzten Tieren eine Chance zu geben", so das Team der Wildtierstation.

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Störche gingen nach Haringsee

Zusätzlich wurden in der laufenden Saison Störche aufgenommen, die nach der Erstversorgung durch die Station an die renommierte Storchenstation Haringsee übergeben werden konnten, wo sie die bestmögliche Betreuung und Vorbereitung auf die Auswilderung erhalten.

"Wildtiere schaffen es kaum noch alleine"

Die steigenden Zahlen sind ein klarer Weckruf: Lebensraumverlust, Straßenverkehr, Jagd, Wildtierkriminalität und andere menschliche Einflüsse setzen der heimischen Fauna massiv zu. Die Wildtierstation leistet einen unverzichtbaren Beitrag zum Artenschutz, ist jedoch auf die Unterstützung der Öffentlichkeit angewiesen – sei es durch Spenden, ehrenamtliches Engagement oder achtsames Verhalten in der Natur und im Straßenverkehr.

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