Landeshauptstädte im Vergleich

Wo die Mieten in Österreich jetzt in die Höhe schnalzen

In vielen Landeshauptstädten explodieren die Mieten – und das deutlich stärker als viele dachten. Wien bleibt teuer, Graz und Klagenfurt holen auf.
Team Wirtschaft
05.06.2026, 17:28
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Wohnen wird in Österreich immer teurer. Eine aktuelle Analyse von ImmoScout24 zeigt, dass die Angebotsmieten in mehreren Landeshauptstädten kräftig angezogen haben.

Besonders stark fiel der Preissprung in Klagenfurt und Graz aus.

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Für die Auswertung wurden rund 35.300 Wohnungsinserate analysiert, die zwischen Jänner und April 2025 bzw. 2026 auf dem Immobilien-Netzwerk veröffentlicht wurden. Grundlage sind die Bruttomieten inklusive Betriebskosten, jedoch ohne Heiz- und Stromkosten.

Wien ist nicht Spitzenreiter

In Wien stiegen die Angebotsmieten innerhalb eines Jahres um zehn Prozent. Während im Vorjahr durchschnittlich 20,49 Euro pro Quadratmeter verlangt wurden, sind es nun bereits 22,45 Euro. Für eine 50 Quadratmeter große Wohnung ergibt das eine monatliche Miete von rund 1.122 Euro.

Damit liegt Wien österreichweit auf Platz zwei der teuersten Landeshauptstädte. Noch höher sind die Mieten nur in Innsbruck. Trotz eines Rückgangs um sechs Prozent werden dort im Schnitt weiterhin 24,23 Euro pro Quadratmeter verlangt.

Auch Salzburg bleibt mit durchschnittlich 21,96 Euro pro Quadratmeter auf hohem Niveau. In Bregenz liegen die Angebotsmieten mittlerweile bei 19,94 Euro pro Quadratmeter und damit knapp unter der 20-Euro-Marke.

Kräftiger Preissprung in Graz und Klagenfurt

Besonders dynamisch entwickelte sich der Markt in Graz und Klagenfurt. In der steirischen Landeshauptstadt erhöhten sich die Angebotsmieten um elf Prozent auf durchschnittlich 15,15 Euro pro Quadratmeter.

Noch deutlicher fiel der Anstieg in Kärnten aus: In Klagenfurt kletterten die Preise innerhalb eines Jahres um satte 20 Prozent auf 16,99 Euro pro Quadratmeter.

Trotz eines Rückgangs um 6 Prozent bleibt Innsbruck mit 24,23 Euro pro Quadratmeter die teuerste Landeshauptstadt Österreichs.
Immoscout24

"Die aktuellen Entwicklungen zeigen, dass sich besonders hochpreisige Märkte stabilisieren, während günstigere Landeshauptstädte bei den Angebotspreisen stärker aufholen", erklärt Markus Dejmek, Geschäftsführer von ImmoScout24 Österreich.

Neubauten treiben Preise nach oben

Als einen wesentlichen Grund für die Entwicklung nennt ImmoScout24 den Einfluss neuer Wohnbauprojekte. Vor allem in kleineren Städten können einzelne Neubauten die Durchschnittspreise deutlich nach oben treiben.

"Ein kleiner Mietmarkt wie Klagenfurt wird von einzelnen Gebäuden und Angeboten stark beeinflusst. Da Neubau-Objekte in der Regel wesentlich teurer sind als gebrauchte Immobilien, führen sie zu einem Anstieg der lokalen durchschnittlichen Angebotspreise", so Dejmek.

Hier wohnt man noch vergleichsweise günstig

Deutlich günstiger als in Wien, Innsbruck oder Salzburg bleibt das Wohnen weiterhin in St. Pölten und Eisenstadt. In der niederösterreichischen Landeshauptstadt liegen die Angebotsmieten derzeit bei durchschnittlich 13,35 Euro pro Quadratmeter. In Eisenstadt werden 14,59 Euro verlangt.

Auch Linz zählt mit durchschnittlich 15,51 Euro pro Quadratmeter weiterhin zu den günstigeren Landeshauptstädten Österreichs.

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