Mieter gegen Hausverwaltung – in diesem Haus eskalierte der Streit. Die Bewohner eines der Pracht-Altbauten in Wien-Josefstadt ärgern sich seit vielen Jahren, es geht wie so oft ums Geld. Sie fühlen sich hintergangen, die Rechnungen scheinen viel zu hoch zu sein.
Zwei der Wohnungsmieter – sie sind knapp 50 Jahre alt – haben sich schon in den vergangenen Jahren bei der Mietervereinigung beschwert. Diese hat für sie Rückzahlungen erstritten. Heuer ist der Ärger im schönen Zinshaus noch größer und auch organisierter. Gleich fünf Bewohner haben gleichzeitig um Hilfe angesucht.
Das Resultat ist beachtlich: Die Mietervereinigung erstritt für die Mieter mehr als 13.000 Euro an zu viel bezahlten Betriebskosten.
Bei der Kontrolle der Jahre 2020 bis 2022 fiel rasch auf: Die Kosten für Versicherungen, Hausreinigung und sonstige Betriebskosten wirkten deutlich zu hoch. Eine außergerichtliche Einigung scheiterte, der Fall landete bei der Schlichtungsstelle.
Dort bekamen die Mieter recht. Die Hausverwaltung konnte für einen Teil der Zeit keine Versicherungspolizzen vorlegen – die verrechneten Kosten wurden daher als überhöht gewertet. Auch bei der Reinigung gab es Probleme: Neben zu hohen Preisen wurde von den Bewohnern auch eine unregelmäßige und mangelhafte Reinigung der Stiegenhäuser gemeldet.
Am Ende gab es Geld zurück: insgesamt mehr als 13.000 Euro. Je nach Wohnungsgröße erhielten die einzelnen Mieter zwischen 1.100 und 4.700 Euro.