Lidl reagiert auf einen beunruhigenden Fund: Bei einem Test der Verbraucherorganisation Foodwatch wurden in einer Charge Kreuzkümmel der Eigenmarke Kania zwei in der EU verbotene Pestizide nachgewiesen.
Das Unternehmen teilte Foodwatch mit, dass die betroffene Charge nicht mehr verkauft werde.
Obwohl Lidl betonte, dass bei eigenen Nachkontrollen keinerlei Auffälligkeiten festgestellt worden seien, habe man sich nach einer umfangreichen Risikobewertung dennoch für diesen Schritt entschieden.
Wie die Nachrichtenagentur AFP berichtet, hatte Foodwatch Mitte Mai eine Untersuchung veröffentlicht, wonach in Deutschland verkaufter Reis, Tee sowie bestimmte Gewürze häufig Rückstände von in der EU verbotenen Pestiziden enthalten.
Die Verbraucherschützer testeten 19 Produkte aus deutschen Supermärkten. Dabei wählten sie gezielt Produktkategorien aus, die selten oder gar nicht in der EU hergestellt werden und laut EU-Behörden häufig mit Pestiziden belastet sind.
Bei drei Produkten waren die gesetzlichen Grenzwerte überschritten: Neben dem Kreuzkümmel von Lidl betraf dies auch einen Kreuzkümmel des Gewürzherstellers Fuchs sowie einen Chili-Mix von Rewe.