Ab dem 1. Mai gilt in den Niederlanden wieder die sogenannte Sommerbenzin-Pflicht. Das bedeutet: Bis Ende September gibt es an allen Tankstellen im Nachbarland ausschließlich den speziellen Sommerkraftstoff.
Der Unterschied zum Winterbenzin liegt in der Zusammensetzung. In der kalten Jahreszeit wird dem Sprit mehr Butan beigemischt, damit er auch bei niedrigen Temperaturen gut verdampft und sich zuverlässig entzündet. Dieser Vorgang wird als Butanisierung bezeichnet.
Wie chip.de unter Berufung auf TopGear Nederland berichtet, ist im Sommer ein zu flüchtiger Kraftstoff problematisch. Bei hohen Temperaturen kann Benzin schneller verdampfen, was zu Verlusten oder technischen Problemen wie Dampfblasenbildung führen kann.
Die meisten Autofahrer werden von der Umstellung nichts bemerken. Der Motor läuft nicht anders, auch der Verbrauch ändert sich nicht spürbar. Theoretisch liefert Sommerbenzin pro Liter etwas mehr Energie, weil weniger Butan enthalten ist.
Wichtiger ist der Umweltaspekt: Sommerbenzin ist so konzipiert, dass bei höheren Temperaturen weniger Kraftstoff durch Verdunstung verloren geht. Das reduziert Emissionen und vermeidet unnötige Verluste bei Lagerung und Transport.
Die saisonale Umstellung ist übrigens nicht nur ein niederländisches Thema. Eine EU-Kraftstoffrichtlinie schreibt vor, dass der Sommerzeitraum spätestens am 1. Mai beginnen und nicht vor dem 30. September enden darf.
Für Reisende gilt: Wer in Holland oder anderen EU-Ländern tankt, muss nichts Besonderes beachten. Die Umstellung erfolgt automatisch an den Zapfsäulen. Entscheidend bleibt nur, ob das Fahrzeug E5, E10 oder Super Plus verträgt.