Während viele Länder ihren Act für den Eurovision Song Contest 2026 noch gar nicht bekanntgegeben haben, ist Albanien bereits fertig: Künstler und Song stehen fest, der Beitrag wurde veröffentlicht – eigentlich ein Vorteil. Doch ein Blick auf die aktuellen Wettquoten zeichnet ein ernüchterndes Bild.
Denn ausgerechnet Albanien liegt bei den Buchmachern nahezu am Ende des Teilnehmerfeldes. Dem Sänger Alis werden aktuell kaum Chancen auf den ESC-Sieg eingeräumt – trotz der Tatsache, dass sein Beitrag schon öffentlich ist und damit eigentlich mehr Aufmerksamkeit genießen müsste als viele andere Songs.
In der ESC-Welt gilt: Wer früh veröffentlicht, kann Fanbase aufbauen, Streams generieren und Momentum erzeugen. Doch genau dieser Effekt bleibt bei Albanien bislang aus. Die Wettmärkte sehen den Beitrag aktuell nicht als konkurrenzfähig für die Top-Platzierungen. Ein harter Kontrast zu Ländern, die noch nicht einmal ihre Acts benannt haben.
Besonders bitter für Albanien: Während Alis mit fertigem Song kaum Chancen eingeräumt werden, führt Israel die Wettquoten mit rund 11 Prozent Siegwahrscheinlichkeit an, obwohl bis heute nicht bekannt ist, wer überhaupt für Israel antreten wird.
Dahinter folgen die Ukraine mit etwa 9 Prozent und Schweden mit rund 8 Prozent. Länder mit starker ESC-Tradition profitieren damit klar vom Vertrauen der Buchmacher und Fans, auch ganz ohne veröffentlichte Beiträge.
Auch für Gastgeberland Österreich sieht es aktuell nüchtern aus: Die Chancen auf einen zweiten Sieg in Folge werden mit rund 2 Prozent bewertet. Das zeigt, wie eng und offen das Rennen bereits jetzt eingeschätzt wird und wie wenig Bonus selbst der Heimvorteil bringt.
Dass Albanien trotz fertigem Beitrag so weit hinten liegt, gilt daher als deutliches Signal: Der Song konnte bislang weder die internationale ESC-Community noch die Wettmärkte überzeugen.
Aber aktuell steht fest: Albanien gehört trotz Vorsprung bei der Veröffentlichung zu den großen Außenseitern.