Jetzt Warnstufe Rot

"Sonnenlicht meiden" – Hitze schlägt nun gnadenlos zu

Für Wien und Teile Ostösterreichs gilt die höchste Hitzewarnung. Am Dienstag und Mittwoch sind Temperaturen nahe dem Rekord möglich.
Newsdesk Heute
03.08.2026, 21:58
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Österreich steuert auf die heißesten Tage der aktuellen Hitzewelle zu. Für Wien, das Nordburgenland und den Nordosten Niederösterreichs hat GeoSphere Austria für Dienstag und Mittwoch die höchste Wetterwarnstufe Rot ausgerufen. Grund sind außergewöhnlich hohe Temperaturen und Nächte, in denen es kaum noch Abkühlung geben wird. Besonders im Osten des Landes könnte die Hitze ein Ausmaß erreichen, das langjährige Wetteraufzeichnungen ins Wanken bringt. Nach Einschätzung der Meteorologen könnte Österreichs Temperaturrekord von 40,5 Grad, der 2013 in Bad Deutsch-Altenburg gemessen wurde, überschritten werden.

Nicht nur die Tageshöchstwerte bereiten den Experten Sorgen. Auch in den Nächten soll die Temperatur kaum sinken. Genau das macht die Hitzewelle besonders belastend. GeoSphere Austria rechnet in den besonders betroffenen Regionen mit Tiefstwerten zwischen 24 und 27 Grad. Selbst außerhalb dicht bebauter Städte können die Temperaturen nachts bei 23 Grad oder mehr liegen. Bleibt die nächtliche Abkühlung aus, kann sich der Körper schlechter von der Hitze des Tages erholen. Vor allem für ältere Menschen, Kinder und Personen mit gesundheitlichen Problemen steigt dadurch die Belastung deutlich.

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Rekordtemperaturen sind möglich

Nach Angaben von GeoSphere Austria erreicht die aktuelle Hitzewelle ihren Höhepunkt in den kommenden beiden Tagen. Besonders im Osten Österreichs werden außergewöhnlich hohe Temperaturen erwartet. Der bisherige österreichische Hitzerekord liegt bei 40,5 Grad. Gemessen wurde er im Jahr 2013 in Bad Deutsch-Altenburg in Niederösterreich. Laut den Meteorologen könnte dieser Wert nun in Reichweite kommen. Erst am Freitag soll die große Hitze langsam nachlassen. Von einer deutlichen Abkühlung kann allerdings noch keine Rede sein. Auch dann sind regional weiterhin Temperaturen von bis zu 33 Grad möglich.

Mit der höchsten Hitzewarnstufe verbinden die Wetterexperten auch konkrete Verhaltensempfehlungen, berichtet der ORF: "Sonnenlicht meiden!" Direkte Sonneneinstrahlung sollte möglichst vermieden werden. Besonders Kinder sollten nicht ungeschützt der Sonne ausgesetzt sein. Auch Aufenthalte im Freien während der heißesten Stunden des Tages sollten möglichst eingeschränkt werden. GeoSphere empfiehlt, zwischen etwa 12.00 Uhr und 16.00 Uhr körperliche Aktivitäten im Freien zu vermeiden. In Wohnungen helfen geschlossene Vorhänge oder Jalousien dabei, die Räume möglichst kühl zu halten.

Viel trinken und auf andere achten

Gelüftet werden sollte vor allem in den Nachtstunden oder in den frühen Morgenstunden, wenn die Temperaturen etwas niedriger sind. Während einer Hitzewelle verliert der Körper besonders viel Flüssigkeit. Deshalb empfehlen die Experten, regelmäßig zu trinken – auch dann, wenn noch kein Durstgefühl besteht. Geeignet sind vor allem Wasser, ungesüßter Tee oder mit Wasser verdünnte Fruchtsäfte. Auf alkoholische Getränke sollte möglichst verzichtet werden, da sie den Flüssigkeitshaushalt zusätzlich belasten können. Besonders wichtig ist es außerdem, auf ältere Angehörige, Nachbarn und Kinder zu achten.

Gerade sie bemerken Flüssigkeitsmangel oder Überhitzung häufig erst spät. Die aktuelle Hitzewelle ist kein Einzelfall. Nach Angaben von GeoSphere Austria wurden heuer an allen Wetterstationen deutlich mehr Hitzetage registriert als im langjährigen Durchschnitt. Als Hitzetag gilt ein Tag mit einer Höchsttemperatur von mindestens 30 Grad. Verglichen mit dem Klimamittel der Jahre 1961 bis 1990 wurde die durchschnittliche Zahl der Hitzetage bereits um das Zwei- bis Zehnfache überschritten. Selbst gegenüber dem Vergleichszeitraum 1991 bis 2020 liegen die Werte noch um das 1,5- bis 3,8-Fache höher.

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