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Sorge: Hinteregger spielte trotz Blackouts weiter

ÖFB-Star Martin Hinteregger glänzte in der Bundesliga als Torschütze, schied dann wegen einer Kopfverletzung aus.
Heute Redaktion
13.09.2021, 18:39

Freud' und Leid lagen für Martin Hinteregger am Dienstagabend nur wenige Minuten auseinander. Der ÖFB-Legionär gastierte mit dem FC Augsburg in Berlin, forderte im Bundesliga-Match die Hertha.

Schon nach acht Minuten brachte der Innenverteidiger sein Team durch einen sehenswerten Kopfballtreffer nach einer Ecke in Führung.

In Minute 28 stand der Kopf des Salzburgers erneut im Mittelpunkt. Hinteregger stieß im Luftduell mit Gegenspieler Davie Selke zusammen und blieb benommen liegen. Als der 26-Jährige neben dem Spielfeld behandelt wurde, kassierten seine Kollegen prompt den Ausgleich. "Erst der Kopftreffer gegen 'Hinti' und beim zweiten Gegentor ist er noch außerhalb des Feldes. Da meint man, man sei im falschen Film", klagte Augsburg-Kapitän Daniel Baier.

Drei Minuten später klingelte es erneut im Kasten der Augsburger – in Hintereggers Kopf sowieso. Mathew Leckie und Ondrej Duda hatten das Spiel nach gut einer halben Stunde gedreht. Dass Koo Ja-Cheol noch vor der Pause den späteren Endstand von 2:2 herstellte, bekam sein österreichischer Abwehrchef wohl nur am Rande mit, obwohl er nach wie vor mit von der Partie war.

Sein Kapitän verriet: "Er hat ein kleines Blackout gehabt. Das war eine Kopfgeschichte. Im Spiel haben wir es nicht gemerkt, aber das Risiko war zu groß." Hinteregger blieb zur Halbzeit in der Kabine.

Mit Kopfverletzungen wie diesen ist nicht zu spaßen. Warum die medizinische Abteilung das "Blackout" Hintereggers ignorierte und ihn zurück aufs Feld ließ, ist unklar und bedenklich.

Wie es weitergeht ist fraglich: "Jetzt muss er sich schonen, dann schauen wir, wie es am Wochenende aussieht."

(S. Klein)

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