Amtsleiter getötet: Killer von Dornbirn verurteilt

Am dritten Prozesstag ist das Urteil gefallen: Söner Ö. (35) wurde von acht Geschworenen einstimmig für schuldig befunden. Er muss lebenslang hinter Gitter.
Unter strengen Sicherheitsvorkehrungen hatte am Montagvormittag am Landesgericht in Feldkirch der Mordprozess gegen Söner Ö. begonnen. Am Mittwoch stand dann das Urteil fest. Der 35-Jährige wurde wegen Mordes – nicht rechtskräftig – zu lebenslanger Haft verurteilt.

Vor Gericht hatte der Türke immer wieder eine Tötungsabsicht bestritten: "Es war nie meine Absicht", beteuerte der Asylwerber vor Gericht und bekannte sich selbst der absichtlich schweren Körperverletzung mit Todesfolge schuldig. Den Angehörigen des Opfers sprach der der 35-Jährige sein Beileid aus.

Doch für die Geschworenen und den Richter war es Mord. Angesichts der "äußerst brutalen, rachsüchtigen und heimtückischen Tat" sei kein anderes Strafmaß möglich, begründete Richter Martin Mitteregger laut "Kronen Zeitung" diese Entscheidung. Insgesamt hatte das Opfer 14 Stich- und Schnittverletzungen erlitten.

CommentCreated with Sketch.11 zu den Kommentaren Arrow-RightCreated with Sketch. Der Angeklagte war laut Polizei zum Tatzeitpunkt alkoholisiert und stand unter dem Einfluss von Beruhigungsmitteln. Im Laufe des Prozess hatte Gerichtspsychiater Reinhard Haller den 35-Jährigen für zum Tatzeitpunkt zurechnungsfähig erklärt.

Bluttat in Dornbirn



Am 6. Februar 2019 hatte Söner Ö. den Sozialamtsleiter der Bezirkshauptmannschaft Dornbirn mit einem Küchenmesser tödlich verletzt. Anlass war eine Auseinandersetzung um den Antrag des Türken auf Grundversorgung. Der 35-Jährige hatte nach dem Streit zunächst die Behörde verlassen, kam aber später mit der Tatwaffe wieder und stach zu. Er traf genau die Aorta.

"Der Angeklagte war im Krieg und wusste genau, wie das ist, wenn jemand stirbt", hatte die Staatsanwältin in ihrem Plädoyer erklärt. Danach habe Söner Ö. zu seinem Opfer gesagt:

"Jetzt werden diese schönen blauen Augen erlöschen. Du hättest nur nett sein müssen!"


Dann habe er das blutige Messer auf den Tisch gelegt und habe die Flucht ergriffen. Er konnte schon kurze Zeit später von den Beamten festgenommen werden.

Söner Ö. hatte Österreich im Jahr 2010 wegen zahlreicher Vorstrafen verlassen müssen. Sein späteres Opfer hatte gegen ihn ein zehnjähriges Aufenthaltsverbot für den gesamten Schengen-Raum erwirkt – damals war der Leiter noch in der Fremdenpolizei tätig.

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