Mahlzeiten-Studie

Spätes Frühstück, früher Tod? Das ist optimale Uhrzeit

Wer möglichst lange gesund bleiben will, sollte also nicht nur auf die Qualität, sondern auch auf den Zeitpunkt seiner Mahlzeiten achten.
Newsdesk Heute
29.08.2026, 10:05
Loading...
Angemeldet als Hier findest du deine letzten Kommentare
Alle Kommentare
Meine Kommentare
Sortieren nach:

Kommentare neu laden
Nach oben
Hör dir den Artikel an:
00:00 / 02:45
1X
BotTalk

Das Sprichwort "Morgens wie ein Kaiser ..." kennst Du sicher. Bei uns gilt das Frühstück als wichtigste Mahlzeit des Tages. Es bringt Energie für den Start in den Tag. Aber nicht nur das Essen selbst, sondern auch die Uhrzeit kann entscheidend sein.

Wie "20 Minuten" berichtet, haben sich schon 2025 britische Forscher mit dem Zusammenhang zwischen Frühstückszeit und Sterberisiko beschäftigt – je früher gefrühstückt wurde, desto geringer war das Risiko. Jetzt gibt es neue Zahlen aus China. Ein Team rund um Zhilei Shan von der Huazhong University of Science and Technology in Wuhan hat untersucht, wie sich der Zeitpunkt von erster und letzter Mahlzeit sowie die gesamte Zeitspanne des Essens auf Lebenserwartung und Sterblichkeit auswirken.

"Heute" auf Google als bevorzugte Quelle festlegen

Wann Du isst, beeinflusst das Sterberisiko

Die Forscher haben die Daten von rund 31.000 Erwachsenen ab 40 Jahren aus den USA analysiert. Sie alle hatten zwischen 1999 und 2018 an der National Health and Nutrition Examination Survey teilgenommen und in einem 24-Stunden-Ernährungsprotokoll angegeben, wann sie ihre Mahlzeiten einnehmen. Diese Angaben wurden mit den späteren Todesfällen verglichen. So konnten die Wissenschaftler herausfinden, ob bestimmte Essenszeiten häufiger mit einer erhöhten Sterblichkeit oder Herz-Kreislauf-Erkrankungen in Verbindung stehen.

Im Schnitt wurden die Teilnehmer 8,6 Jahre lang beobachtet. In dieser Zeit wurden insgesamt 7.129 Todesfälle registriert, davon 2.259 durch Herz-Kreislauf-Erkrankungen.

Erste und letzte Mahlzeit sind entscheidend

Die Studie hat nicht nur auf das Frühstück, sondern auch auf die letzte Mahlzeit des Tages geschaut.

Wann ist das Frühstück am gesündesten?

Wer zwischen 8 und 10 Uhr frühstückte, hatte ein um zehn Prozent höheres Sterberisiko als jene, die zwischen 7 und 8 Uhr zur ersten Mahlzeit griffen. Frühstückte man erst zwischen 10 und 12 Uhr, stieg das Risiko auf 19 Prozent, nach 12 Uhr sogar auf 29 Prozent. Bei Todesfällen durch Herz-Kreislauf-Erkrankungen zeigte sich ein ähnliches Bild: Wer erst nach 12 Uhr frühstückte, hatte ein um 46 Prozent höheres Risiko.

Wie spät soll das Abendessen sein?

Auch beim Abendessen gab es Auffälligkeiten. Am niedrigsten war das Sterberisiko, wenn die letzte Mahlzeit rund um 20 Uhr eingenommen wurde. Wer schon vor 19 Uhr fertig war, hatte ein um 13 Prozent höheres Risiko als jene, die zwischen 19 und 20 Uhr aßen. Nach Mitternacht stieg das Risiko sogar um 27 Prozent. Bei Herz-Kreislauf-Todesfällen war das Risiko bei einem Abendessen nach Mitternacht um 51 Prozent erhöht.

Wie wirkt sich das aufs Leben aus?

Die Forscher haben auch berechnet, wie sich das auf die zu erwartende Lebensdauer von Menschen über 50 Jahren auswirkt. Wer erst nach 12 Uhr frühstückte, hatte im Schnitt eine um rund 2,5 Jahre kürzere Lebenserwartung als die Vergleichsgruppe. Bei einer letzten Mahlzeit nach Mitternacht verkürzte sich die Lebenserwartung um etwa 2,4 Jahre. Das sind aber statistische Schätzungen für Gruppen – wie viele Jahre ein einzelner Mensch wirklich verliert oder gewinnt, lässt sich daraus nicht ableiten.

Was heißt das jetzt für Dich?

Die Ergebnisse bedeuten nicht, dass spätes Frühstücken oder Abendessen automatisch zu einem früheren Tod führen. Die Studie, die im "European Journal of Clinical Nutrition" veröffentlicht wurde, ist eine sogenannte Beobachtungsstudie. Das heißt, sie zeigt Zusammenhänge, kann aber nicht beweisen, dass die Uhrzeit der Mahlzeiten wirklich die Ursache für das höhere Sterberisiko ist. Es könnten auch andere Faktoren eine Rolle spielen: Wer sehr spät isst, unterscheidet sich vielleicht auch in anderen Bereichen – etwa beim Schlaf, beim Stress, bei der Bewegung, bei Vorerkrankungen oder wegen Schichtarbeit.

Außerdem wurden die Essenszeiten nur an einem Tag abgefragt. Die Ergebnisse zeigen also nur einen kleinen Ausschnitt der tatsächlichen Gewohnheiten.

{title && {title} } red, {title && {title} } 29.08.2026, 10:05
Weitere Storys