Vor dem spanischen Cupfinale zwischen dem FC Barcelona und Athletic Bilbao (3:0) war viel diskutiert worden, ob die vorwiegend katalanischen und baskischen Fans im Madrider Vicente-Calderon-Stadion mit Pfiffen auf das Abspielen der spanischen Hymne reagieren würden. Zwar wurde die Hymne tatsächlich mit Missfallskundgebungen bedacht, doch wurden gerade einmal die ersten Takte - rund 20 Sekunden - der Marcha Real "Königlicher Marsch" angespielt. Kein Problem, hat Spaniens Hymne doch keinen Text.
Vor dem spanischen Cupfinale zwischen dem FC Barcelona und Athletic Bilbao (3:0) war viel diskutiert worden, ob die vorwiegend katalanischen und baskischen Fans im Madrider Vicente-Calderon-Stadion mit Pfiffen auf das Abspielen der spanischen Hymne reagieren würden. Zwar wurde die Hymne tatsächlich mit Missfallskundgebungen bedacht, doch wurden gerade einmal die ersten Takte - rund 20 Sekunden - der Marcha Real "Königlicher Marsch" angespielt. Kein Problem, hat Spaniens Hymne doch keinen Text.
Auch wenn die Pfiffe die Melodie eindeutig übertönten, waren sie laut Medienberichten dennoch nicht ganz so massiv wie vor zwei Jahren. Damals hatten die Vereine beider Fans ebenfalls beim Cupfinale in Valencia den spanischen König Juan Carlos mit einem tösenden Pfeifkonzert bedacht. Das blieb dem Monarchen am Freitag erspart. Er blieb nach einer Hüftoperation dem Spiel fern. Sein Sohn, Kronprinz Felipe, verzog während des Geschehens keine Miene.
Die stellvertretende Regierungschefin Soraya Saenz de Santamaria applaudierte indes demonstrativ, nachdem die Kurzversion der Hymne verklungen war. Sie gehört der rechtskonservativen Volkspartei (PP) an. Ihre Parteikollegin Esperanza Aguirre, Chefin der Madrider Regionalregierung, hatte vor dem Finale für viel Polemik gesorgt. Sie forderte, das Endspiel bei Pfiffen gegen die Hymne abzusagen und an einem anderen Ort ohne Zuschauer neu auszutragen.
Diese Idee hatte nicht nur in Katalonien und dem spanischen Baskenland ("Euskadi") für Verwunderung bzw. für Proteste gesorgt. Aguirre sagte ihren Besuch bei dem Match daraufhin ab. Hartgesottene Lokalnationalisten treten dafür ein, dass sich Euskadi und Katalonien für unabhängig erklären. Andere fordern zumindest eigene Nationalteams nach britischem Vorbild.
Barcelona schenkte Coach zum Abschied Cup-Sieg
Der FC Barcelona hat Coach Josep Guardiola einen würdigen Abschied bereitet. Die Katalanen holten sich am Freitagabend mit einem klaren 3:0-(3:0)-Sieg gegen Athletic Bilbao zum bereits 26. Mal den spanischen Fußball-Cup. Der scheidende Guardiola saß dabei zum letzten Mal auf der Trainerbank und durfte sich über seinen 14. Titel innerhalb von vier Jahren freuen.
3:0 gegen Athletic Bilbao
Im Madrider Vicente-Calderon-Stadion legte der Vizemeister schon in den ersten 25 Minuten den Grundstein zum Sieg. Pedro Rodriguez mit einem Doppelpack (3., 25.) sowie Lionel Messi (20.) sorgten schnell für klare Verhältnisse. Der argentinische Superstar trug sich damit auch im letzten Saisonpflichtspiel für Barca in die Schützenliste ein und erhöhte seine fabelhafte Bilanz noch einmal auf 73 Pflichtspieltore (50 Meisterschaft, 14 Champions League, 3 Cup, 2 Club-WM, 3 Supercup, 1 Europäischer Supercup) für seinen Club.
Bilbao (23 Titel) verabsäumte es näher an den Cup-Rekordchampion heranzurücken und kassierte die zweite Final-Saison-Niederlage nach jener in der Europa League gegen den Liga-Konkurrenten Atletico Madrid. Es war die fünfte Niederlage für den ziemlich farblos gebliebenen Fernando Llorente und Co. in den vergangenen sechs Pflichtspielen.
APA/red.