Die Schwedin Ebba Andersson sorgte bei der 4x7,5-Kilometer-Staffel der Frauen für die bislang spektakulärsten Bilder der Langlauf-Bewerbe bei den Olympischen Spielen in Mailand und Cortina. Sie ging als zweite Läuferin ihres Teams ins Rennen.
Bereits vor ihrem folgenschweren Sturz blieb Andersson an einer Streckenbegrenzung hängen. Kurz darauf wurde es dramatisch: In einer Abfahrt verlor sie die Kontrolle, kam zu Sturz, überschlug sich und verlor dabei einen Ski. Dieser ließ sich nicht mehr anschnallen, sodass sie längere Zeit nur mit einem Ski unterwegs war, ehe ihr ein Betreuer einen Ersatzski brachte.
Während Schweden bei der ersten Übergabe noch fast zeitgleich mit Spitzenreiter Norwegen lag, verlor das Team durch die beiden Stürze fast eine Minute. Schlussendlich ging der Sieg an die überlegenen Norwegerinnen, Silber holten sich trotz der Schrecksekunden die Schwedinnen (+50,9). Bronze ging an Finnland (+1:14,7). Die Österreicherinnen feierten bei der Frauen-Staffel ein gelungenes Comeback und wurden Zehnte.