Nach dem verheerenden Amoklauf an einem Grazer Gymnasium, der vor knapp einem Jahr die Steiermark erschütterte und mehrere Todesopfer forderte, sorgte eine Welle der Hilfsbereitschaft für große Spendenbereitschaft. Genau diese soll eine 33-jährige Frau aus dem Bezirk Leibnitz laut Staatsanwaltschaft für sich genutzt haben – nun muss sie sich heute, am 21. Mai vor Gericht verantworten.
Am Donnerstag steht die Frau am Grazer Straflandesgericht wegen schweren gewerbsmäßigen Betrugs vor Gericht, wie der ORF berichtet. Der Vorwurf: Sie habe sich unmittelbar nach der Bluttat als Hinterbliebene ausgegeben und bereits einen Tag später über eine internationale Crowdfunding-Plattform einen Spendenaufruf gestartet.
Dabei soll sie laut Ermittlern mehr als 37.000 Euro gesammelt haben. Ein Teil der Gelder sei allerdings nicht an Opferfamilien weitergeleitet worden, wie es ursprünglich den Spendern vermittelt worden sein soll.
Die 33-Jährige zeigte sich bereits während der Ermittlungen geständig. Ende September wurde sie festgenommen, Anfang Oktober folgte die Untersuchungshaft.
Jetzt muss das Gericht klären, wie genau die Spendengelder verwendet wurden – und welches Strafmaß die Frau erwartet.