Schon Mitte November 2025 sind bei den Spendengeldern rund um das ehemalige Kloster Goldenstein Unregelmäßigkeiten aufgefallen. Das geht aus einer Sachverhaltsdarstellung hervor, die eine "Helferin der ersten Stunde" bei der Polizei eingereicht hat.
Die Salzburgerin hat die Anzeige nicht anonym gemacht, wollte aber laut Austria Presse Agentur (APA) in den Medien nicht namentlich genannt werden.
Wie der ORF berichtet, war eine Klärung der offenen Fragen mit der Sprecherin der betagten Nonnen nicht möglich. Stattdessen habe es auf Nachfragen Angriffe, Verleumdungen und sogar Betretungsverbote gegeben.
Wie viel Geld tatsächlich fehlt, kann niemand genau sagen. Der Sprecherin der drei älteren Schwestern wird vorgeworfen, dass Spendengelder in mehreren Fällen nicht auf das offizielle Treuhandkonto der Nonnen eingezahlt wurden. Es geht um rund 2.000 Euro, die nach der Podcast-Serie "Die Dunkelkammer" für die Schwestern gesammelt wurden.
Immer wieder wird auch von Bargeldbeträgen zwischen 50 und 300 Euro gesprochen, die nicht am Konto gelandet sein sollen.
Auch die Einnahmen aus dem Verkauf des Buches "Nicht mit uns! – Die unglaubliche Geschichte der Nonnen von Goldenstein", das erst vor kurzem präsentiert wurde, seien laut Anzeige bis 9. Jänner nicht überwiesen worden.
Pro verkauftem Buch hätte eigentlich ein Euro an die Nonnen gehen sollen. "Durch dieses Verhalten entstand ein Schaden, der vom Helferkreis leider nicht genau beziffert werden kann", steht in der Sachverhaltsdarstellung, die am Montag an mehrere Medien und die Polizei weitergegeben wurde.
Die beschuldigte Sprecherin der Nonnen weist die Vorwürfe entschieden zurück. "Das Geld wurde auf das Konto der Schwestern transferiert. Die Polizei hat die Auszüge mittlerweile bekommen."
Sie selbst sei nie für das Finanzressort im Helferteam verantwortlich gewesen. "Die Konten wurden von einer anderen Altschülerin betreut, die aber nicht mehr Teil des Teams ist."
Die Sprecherin sieht die Anzeige als Folge des Rückzugs der Schwestern aus den Sozialen Medien Mitte Dezember 2024.
"Die Anschuldigungen rühren leider von Streitigkeiten im Team und kommen von jenen, die unbedingt den Instagram-Account der Schwestern hochhalten wollen." Sie will jetzt ihrerseits mit Gegenanzeigen wegen Verleumdung reagieren. Die Polizei hält sich momentan noch bedeckt: "Die Ermittlungen laufen", so eine Sprecherin zur APA.