Die dänische Polizei hat die Fahndung nach einem früheren Profi des FC Kopenhagen ausgeweitet. Weil die Ermittler vermuten, dass sich der Ex-Spieler außerhalb Dänemarks aufhält, wurde er nun international zur Fahndung ausgeschrieben.
Nach Angaben der Behörden besteht der "begründete Verdacht", dass der Verurteilte bewusst im Ausland untergetaucht ist, um seine einjährige Haftstrafe nicht antreten zu müssen.
"In Fällen, in denen ein Haftbefehl gegen eine Person vorliegt, die sich vermutlich im Ausland aufhält, versuchen Polizei und Staatsanwaltschaft, diese Person nach Dänemark zu bringen – so auch in diesem Fall", erklärte die Polizei gegenüber dem Sender TV 2 Sport.
Wo sich der Ex-Profi derzeit befindet, ist unklar. Sein früherer Berater erklärte, er habe "keine Ahnung", wo sich sein ehemaliger Klient aufhalte. Das aktuelle Management reagierte laut dem Bericht nicht auf entsprechende Anfragen.
Der ehemalige Kopenhagen-Spieler war bereits im Juni 2023 zu einem Jahr Haft verurteilt worden. Das Gericht sprach ihn wegen eines sexuellen Übergriffs, einer Vergewaltigung durch eine andere sexuelle Handlung als Geschlechtsverkehr sowie wegen versuchter Vergewaltigung schuldig.
Zwar legte der Fußballer Berufung ein, zum Termin vor dem Oberlandesgericht erschien er allerdings nicht. Seine damalige Anwältin begründete das mit Problemen bei der Visumsbeantragung. Das Gericht wies die Berufung daraufhin zurück – das Urteil wurde damit rechtskräftig.
Nur wenige Tage nach der ersten Verurteilung wechselte der Profi nach Zypern. Nachdem das Urteil endgültig bestätigt worden war, wurde sein Vertrag dort aufgelöst.
Nach rund einem Jahr ohne Klub unterschrieb der Fußballer Anfang 2025 bei einem Verein in China. Sein Vertrag lief allerdings bereits zum Jahreswechsel aus. Seitdem ist der ehemalige Kopenhagen-Profi vereinslos – und wird nun von der dänischen Polizei international gesucht.