"Kurz vor Eskalation"

Presse zerlegt FIFA-Boss wegen geplantem WM-Verkauf

Gianni Infantinos Pläne die Weltmeisterschaft zu verkaufen sorgen international für Empörung. Die Medien fällen ein hartes Urteil.
Sport Heute
29.07.2026, 09:44
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Die geplante Teil-Privatisierung der Fußball-Weltmeisterschaft schlägt hohe Wellen. FIFA-Präsident Gianni Infantino will Anteile an einer neuen WM-Gesellschaft an Investoren verkaufen – und stößt damit international auf massiven Widerstand. Vor allem Europas Medien rechnen mit dem FIFA-Boss gnadenlos ab.

Die "Gazzetta dello Sport" schreibt: "Im Fußball bricht das Chaos aus. Die FIFA bietet die WM zum Verkauf an: Anteile sollen an privat finanzierte Unternehmen gehen. Wird die WM künftig alle zwei Jahre stattfinden?"

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Auch in Spanien wird der Plan scharf kritisiert. Die "AS" titelt: "In der Fußballwelt ist eine Bombe geplatzt." Die Zeitung verweist auf den offenen Streit zwischen UEFA-Präsident Aleksander Ceferin und Infantino. Die "Marca" schreibt: "Infantino plant, die Weltmeisterschaft an einen Fonds zu verkaufen, dessen CEO er sein möchte." Kritiker befürchteten, die Pläne könnten "eine Bombe für den Fußball" sein.

Kritik aus Infantinos Heimatland

In Infantinos Heimatland sorgte der Bericht ebenfalls für großes Echo. Die "Aargauer Zeitung" fragt: "Kann die Fußball-WM noch stärker kommerzialisiert werden?" Und verweist auf mögliche Verbindungen zum Umfeld von US-Präsident Donald Trump. Der "Blick" schreibt: "Ein Bericht der "Times" schlägt ein wie eine Bombe. Gianni Infantino hat neue revolutionäre Vorhaben für die Zukunft der Weltmeisterschaften."

"Einer der größten Machtkämpfe"

Das "Dagbladet" sieht einen historischen Konflikt heraufziehen: "Einer der größten Machtkämpfe im internationalen Fußball seit Jahrzehnten steht kurz vor der Eskalation."

Noch drastischer formuliert es der Sender NRK: "Das ist das Ende der FIFA, wie wir sie kennen." Das Vorhaben sei Ausdruck eines Größenwahns und dürfe den Fußball nicht weiter in diese Richtung treiben.

Harte Kritik aus England

Besonders scharf fällt die Kritik auf der Insel aus. Der "Guardian" fragt provokant: "Nimmt die FIFA den Volkssport und verkauft ihn?" Der "Independent" spricht von einem "beschämenden Plan" und bezeichnet ihn als "größte existenzielle Bedrohung für den Fußball aller Zeiten".

Die "Sun" schreibt von einem "schamlosen Verkauf der Weltmeisterschaft", während die "Times" Infantinos "Geldgier" als treibende Kraft hinter den Privatisierungsplänen bezeichnet.

Die FIFA selbst weist die Kritik zurück. Der Weltverband betont, dass lediglich Minderheitsanteile verkauft werden sollen und die Kontrolle über die Weltmeisterschaft vollständig bei der FIFA bleiben werde. Trotzdem wächst international der Widerstand gegen Infantinos umstrittene Pläne.

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