Österreichs Nationalteam:
"Die WM war enttäuschend. Die Spieler sind bei guten Vereinen, haben dabei tragende Rollen. Unter dem Strich blieb ein glanzloser Pflichtsieg gegen Jordanien und ein glücklicher Punkt gegen Algerien. Man hat gesehen, wenn du den Ball nicht kontrollieren kannst, geht dir der Sprit aus, vor allem gegen Teams mit besseren Spielern."
Der Red-Bull-Fußball:
"Ralf Rangnick verfolgt diesen Ansatz. Schon in Leipzig wurden früh Spieler geholt, die schnell und körperlich gut waren. Mit 17 ist man dann draufgekommen, dass es fußballerisch nicht reicht. Nur kicken kannst du nicht lernen. Den Ball zu jagen ist eine effektive Methode in einem Spiel, aber nicht über eine ganze Saison. Bei der WM kam Österreich an seine Grenzen.“
Die ÖFB-Zukunft:
"Das Team ist grundsolide. In Abwehr und Mittelfeld gibt es richtig gute Spieler, nur vorne fehlen Stürmer. Mithalten kannst du so, aber wenn du gewinnen willst, braucht es Tore. Bleibt Kalajdzic fit, ist er einer für das höchste Niveau."
David Alaba:
"Bei einem Top-Verein wird es für ihn schwer. Wäre ich in Deutschland tätig, sehe ich ihn bei einem Verein wie Gladbach oder Frankfurt, da kann er die Kollegen noch mitreissen. Aber ich kenne seine Pläne nicht. Es würde mich nicht wundern, wenn er in den USA auftaucht."
Oliver Glasner:
"Er hätte sich vielleicht mehr erhofft als Nottingham, ein halbes Regal höher, aber die Türen bei Manchester City, Chelsea und LIverpool waren schon zu.
Dennoch: Nottingham ist ein toller Verein, hat eine wahnsinnige Wucht. Die Top 6 sind diese Saison im Bereich des Möglichen. Arsenal wurde zu Recht Meister, ist auch jetzt wieder Favorit. Manchester City wird zu Beginn ohne Pep Guardiola wohl erst einmal einen Schritt zurückmachen, bei Liverpool habe ich kein gutes Gefühl, bei Manchester United muss man abwarten, wie es mit Michael Carrick funktioniert. Er muss zeigen, ob er den Schritt vom Interimstrainer zum Chefcoach machen kann. Da wäre also Raum für Glasner, um mit Nottingham hineinzustoßen."
Jürgen Klopp: "Das Volk wollte ihn als deutschen Teamchef und der DFB war unter Druck. Aber er war nicht alternativlos. Pep Guardiola war frei, oder ein Didier Deschamps. Und auch Glasner hätte absolut das Format dafür. Er ist ein Trainer für die ganz großen Adressen. Er hat diese Autorität und Glaubwürdigkeit, die es braucht. Wenn du in die Kabine kommst und etwas sagst, müssen die Spieler die Ohren spitzen. Das kann er offensichtlich. Er hat immer die volle Unterstützung seiner Spieler, das zeichnet ihn aus."
Rapid:
"18 Jahre ohne Titel können eine Last sein. Aber wenn es zuletzt der LASK und Sturm schafften, Wolfsberg fast, sollte das auch für Rapid möglich sein. Es wäre eine Erlösung für die Fans."
Didi Kühbauer:
"Mit seiner Art kann er auch in Deutschland als Trainer erfolgreich sein. Über kurz oder lang sehe ich ihn dort."