Offizier arbeitete zuletzt offenbar im Ministerium

Neue heikle Infos im Spionagefall um einen Bundesheer-Offizier sorgen für Wirbel. Einem Bericht zufolge war der Beschuldigte zuletzt im Ministerium tätig.

Die "Salzburger Nachrichten" berichten am Samstag unter Berufung auf Informationen von ehemaligen Berufskollegen, dass der verdächtigte ehemalige Bundesheer-Offizier vor seiner Pensionierung im Verteidigungsministerium in Wien tätig war. Er habe in der Abteilung Strukturplanung einen Posten inne gehabt.

Der mutmaßliche Spion habe dem Bericht nach auch NATO-Seminare und Kurse besucht. Er könnte demnach auch NATO-Informationen an Moskau weitergegeben haben. Zudem soll der Mann Kontaktdaten aus dem Intranet des Heeres weitergegeben haben.

Der gebürtige Salzburger wird verdächtigt, über 20 Jahre lang für Russland spioniert haben. Die Regierung gab am Freitag ein Statement dazu ab, "Spionage ist inakzeptabel". Bundespräsident Alexander Van der Bellen fordert "lückenlose Aufklärung", während aus Russland Kritik an der Vorgehensweise der österreichischen Regierung in jener Affäre kommt. Laut Außenminister Sergej Lawrow seien die Beziehung nun belastet – mehr dazu hier.

Experte wundert sich

Der Grazer Historiker und Spionageexperte Siegfried Beer war am Freitag in der ZiB 2 zu Gast und erklärte zum Spionagefall: "Wie ernst dieser Fall ist, wissen wir nicht, aber die Umstände dieser Affäre sind etwas eigenartig." Spionage an sich sei nichts Ungewöhnliches, alle Staaten würden spionieren. Was Beer allerdings wirklich bedenklich findet, sei, dass die Spionage mehr als 20 Jahre unentdeckt geblieben war. "Wie kann es sein, dass jemand so lange spionieren konnte?", fragt sich der Experte. Das aufzuklären, sei allen voran von Brisanz.

Alle weiteren Infos und Entwicklungen zur Spionage-Affäre beim Bundesheer finden Sie HIER >>> (red)

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