Niederösterreich

SPÖ-Landesparteichef Schnabl (62) bereits geimpft

SPNÖ-Chef Franz Schnabl erhielt eine Impfung gegen das Coronavirus. Aber in seiner Funktion als Arbeiter-Samariterbundpräsident, wie er betont.
Erich Wessely
11.02.2021, 11:26

Die Impfdebatte reißt in Niederösterreich nicht ab. Wie jetzt bekannt wurde, erhielt auch SPNÖ-Landesparteivorsitzender und Landeshauptfrau-Stellvertreter Franz Schnabl eine Schutzimpfung gegen das Coronavirus.

"Ja, ich bin mit Covid geimpft"

Laut "Krone" waren 500 Ampullen bisher beim Samariterbund eingelangt, eine Dosis bekam auch Franz Schnabl. "Es wurde und wird penibel nach der aktuell gültigen Impfempfehlung vorgegangen", so der 62-Jährige zur "Krone". "Ja, ich bin gegen Covid geimpft. Die Führungsstruktur des ASBÖ muss jederzeit handlungsfähig sein, daher ist es - neben der raschen Durchimpfung unseres Einsatz- und Test-Personals - zentral, auch die handelnden Personen des Einsatzstabes und der Führung des ASBÖ zu impfen."

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Ebenfalls geimpft wurde laut "Krone" auch Josef Schmoll (53), Präsident des Roten Kreuzes Niederösterreich - in seiner Funktion als Einsatzleiter, wurde betont.

Erste Teilimpfung am 14. Jänner

In einer Stellungnahme des Samariterbundes heißt es am Donnerstag: "Franz Schnabl erhielt am 14. Jänner seine erste Teilimpfung. Wir haben entschieden, je nach aktueller Verfügbarkeit Einsatz- und Führungskräfte zu impfen, um sicher zu stellen, dass keine Impfdosis verschwendet und maximal genutzt wird. Die Führungsstruktur des ASBÖ muss jederzeit voll handlungsfähig sein, daher ist es – neben der raschen Durchimpfung unseres Einsatz- und Test-Personals – zentral, auch die handelnden Personen des Einsatz-Stabes und der Führung des ASBÖ zu impfen."

"Nach Impfempfehlung vorgegangen"

Und weiter: "Es wurde und wird immer penibel nach der jeweils aktuell gültigen Impfempfehlung vorgegangen. Der Samariterbund hat insgesamt über 10.000 MitarbeiterInnen, seit Beginn der Corona-Krise wurde das Personal um rund 600 MitarbeiterInnen aufgestockt. Sobald wir Impfstoff zur Verfügung haben, sollen alle Einsatzkräfte, Führungskräfte, haupt- und ehrenamtlichen MitarbeiterInnen geimpft werden. Da der Samariterbund föderal aufgestellt ist, haben wir keine abschließende Information über die jeweilig aktuelle Länderstrategie.

FPNÖ fordert Rücktritt

„Wer eine Beichte ablegt, muss auch Buße tun! Wenn Franz Schnabl also nur einen Funken Anstand besitzt, dann zieht er mit sofortiger Wirkung die Konsequenzen und verabschiedet sich mit dem heutigen Tag aus der Politik. Es ist durch nichts zu rechtfertigen, dass ein niederösterreichisches Regierungsmitglied seine eigenen Interessen über jene der Bevölkerung stellt. Das ist unverschämt und verantwortungslos“, kritisiert FPNÖ-Gesundheitssprecherin und Landtagsabgeordnete Ina Aigner.

Politiker-Impfungen hatten kurz nach dem Impfstart bereits für Debatten gesorgt. In NÖ etwa erhielten Schwechats Bürgermeisterin Karin Baier (SP) und Pottendorfs Bürgermeister Thomas Sabbata-Valteiner (SP) Corona-Impfungen. Beiden war dies nach Bekanntwerden unangenehm, als Vordrängler sahen sie sich aber nicht, beide seien gefragt worden, ob sie eine Impfung erhalten wollen.

Und erst gestern brandete wieder eine Debatte über die Impfstoffknappheit auf, rund 60.000 über 80-Jährige mussten sich bei der ersten Online-Anmeldung für 10.800 Impftermine beeilen - binnen 18 Minuten war der Großteil der Plätze weg - mehr dazu hier.