Der Basketball-Profi Luca Vildoza (30) und seine Frau, die serbische Volleyballspielerin Milica Vildoza (25), die einst Milica Tasic hieß, sehen sich mit schweren Vorwürfen konfrontiert. Der Argentinier, der bei Virtus Bologna spielt, und seine 25-jährige Frau sollen in Bologna eine 54-jährige Sanitäterin attackiert haben. Das Paar war vorübergehend festgenommen worden, berichten italienische Medien übereinstimmend.
Als die Sanitäter während eines Einsatzes in Bologna den Krankenwagen auf der Straße parkten, war das Paar dahinter gestanden und offenbar verärgert, dass sie nicht vorbeikamen. Bereits da soll Vildoza die Rettungskräfte beschimpft haben.
Nachdem der Krankenwagen dann mit Blaulicht losgefahren war, soll das Paar daran vorbeigedüst sein und die Sanitäter mit dem Abbremsen des Autos zum Stoppen gezwungen haben. Vildoza soll daraufhin komplett die Kontrolle verloren haben. Als die 54-jährige Sanitäterin ausgestiegen war, soll der Sport-Star sie am Hals gepackt und in die Höhe gehoben haben. Seine Frau soll sie unter anderem an den Haaren gezogen haben.
Die Rettungskräfte hatten daraufhin die Polizei angefordert, ein Streifenwagen kam auch. Der Basketball-Profi und die Volleyballerin waren vorübergehend festgenommen worden, hatten die Nacht auf einer Polizeiwache verbringen müssen. Der schwerwiegende Vorwurf gegen den 30-Jährigen und seine 25-jährige Frau: Körperverletzung gegen Mitarbeiter des Gesundheitswesens. "Es ist nicht zu akzeptieren, dass unser Personal, das Menschen rettet, unterstützt und behandelt, verbale und körperliche Angriffe ertragen muss", wurde Anna Maria Petrini, die Generaldirektorin der Gesundheitsbehörde in Bologna, deutlich.
Die 54-jährige Frau war ins Krankenhaus gebracht und nach einigen Untersuchungen wieder entlassen worden. Nachdem der Basketball-Star wieder auf freien Fuß gesetzt wurde, durfte er mit dem Team zum Auswärtsspiel in der EuroLeague am Freitagabend gegen Lyon-Villeurbanne reisen. Virtus Bologna teilte mit, dass ein Staatsanwalt von einem Schnellverfahren abgesehen habe. Die Ermittlungen würden noch laufen.