Tierischer Babyalarm im Wiener Haus des Meeres: Bei den seltenen Springtamarinen gibt es Nachwuchs. Das winzige Äffchen klammert sich derzeit zwar noch eng an seine Eltern, aber begeistert bereits Besucher und Tierpfleger gleichermaßen.
Springtamarine zählen zu den kleinsten Affenarten Südamerikas und sind für ihre enorme Sprungkraft sowie ihre enge Familienbindung bekannt. Das Jungtier kam vor wenigen Wochen zur Welt und entwickelt sich nach Angaben des Haus des Meeres prächtig.
Besonders spannend: Bei Springtamarinen übernimmt nicht nur die Mutter die Aufzucht. Auch der Vater trägt das Jungtier den Großteil des Tages auf dem Rücken und bringt es der Mutter nur zum Säugen. Dieses außergewöhnliche Familienmodell ist typisch für Krallenaffen und sorgt dafür, dass der Nachwuchs optimal versorgt wird.
Für Besucher ist das Baby derzeit meist als kleiner Fellknäuel auf dem Rücken eines Elternteils zu entdecken. Mit etwas Glück wagt es aber bereits erste neugierige Blicke in seine neue Umgebung.
Springtamarine stammen ursprünglich aus den tropischen Wäldern Südamerikas. Dort geraten ihre Lebensräume zunehmend durch Abholzung und die Zerstörung des Regenwaldes unter Druck. Moderne Zoos und wissenschaftlich geführte Tiergärten leisten deshalb mit koordinierten Zuchtprogrammen einen wichtigen Beitrag zum Erhalt der Art.
Der Nachwuchs im Haus des Meeres ist daher nicht nur ein Publikumsmagnet, sondern auch ein wichtiger Erfolg für den internationalen Artenschutz.
Wer das kleine Äffchen selbst beobachten möchte, sollte etwas Geduld mitbringen. Oft versteckt sich der Nachwuchs im dichten Fell seiner Eltern. Mit etwas Glück zeigt sich das Jungtier aber beim Klettern oder während einer kurzen Erkundungstour – ein besonders niedlicher Anblick für Groß und Klein.