Überraschende Analyse

Spritpreise hoch, doch keiner fährt deswegen weniger

Trotz der explodierenden Treibstoffpreise durch den Iran-Krieg lassen sich Autofahrer nicht vom Fahren abhalten. Das Gegenteil ist der Fall.
Newsdesk Heute
14.03.2026, 20:10
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Benzin kostet im Schnitt bereits 2,17 Euro, für Diesel zahlt man sogar 2,24 Euro pro Liter. Vor dem Iran-Krieg lagen die Preise noch bei rund 1,76 Euro für Benzin und 1,70 Euro für Diesel. Eine Steigerung von bis zu 54 Cent pro Liter. Doch trotz dieser Rekordpreise fahren die Deutschen offenbar nicht weniger Auto – ganz im Gegenteil.

Eine aktuelle Analyse des Verkehrsdatenspezialisten TomTom zeigt: Am 5., 9. und 10. März – also zu Zeiten, als die Spritpreise bereits massiv angezogen hatten – lag das Fahraufkommen sogar um einige Prozent höher als am 26. Februar vor Kriegsbeginn.

Wie n-tv.de berichtet, zeigen die Daten keinen relevanten Rückgang der Fahrleistung. "Unsere Daten lassen nicht erkennen, dass die Deutschen weniger Auto fahren", erklärt ein TomTom-Sprecher. Die saisonale Belebung der Mobilität im Frühjahr könnte laut Experten ein Grund für das erhöhte Verkehrsaufkommen sein.

Auch die Bahn profitiert

Dennoch gibt es auch Gewinner: Die Deutsche Bahn verzeichnet vor allem im Fernverkehr eine gestiegene Nachfrage. "Auch wenn die Nachfrage tageweise stark schwankt, stellen wir fest, dass die Buchungen in den letzten Tagen deutlich über den bisherigen Prognosen liegen", teilte der Konzern mit. An einzelnen Tagen sogar bis zu 10 Prozent über dem Vorjahr.

Ob die hohen Spritpreise doch noch einen dämpfenden Effekt auf das Fahrverhalten haben werden, bleibt abzuwarten. Bisher zeigen sich die Autofahrer jedenfalls unbeeindruckt.

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