Wollten sich nicht verstecken

Staatsanwaltschaft ermittelt nach Antrag im Stadion

Ein Fan des 1. FC Köln hat im Stadion seinem Freund einen Heiratsantrag gemacht – und das Netz spielt verrückt. Doch jetzt gibt es Ärger.
Sport Heute
03.02.2026, 08:55
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Am Freitagabend hat ein junger Fan kurz vor dem Anpfiff des Bundesliga-Spiels Köln gegen Wolfsburg an der Eckfahne seines Lieblingsvereins die Frage aller Fragen gestellt. Er kniete sich hin und machte seinem Freund einen Antrag. "Durch dich habe ich gelernt, dass Liebe nichts ist, was man verstecken sollte. Ich möchte mich nicht verstecken, sondern sichtbar sein. Willst du mich heiraten?", fragte er. Der Partner sagte Ja – das ganze Stadion jubelte, und die Szene verbreitete sich blitzschnell im Internet. Viele feiern das Video als Symbol für Vielfalt und Liebe. Doch am Sonntagabend bekam die Geschichte plötzlich eine neue Wendung.

Ex-Chef erhebt schwere Vorwürfe

Über soziale Medien meldete sich der ehemalige Arbeitgeber des frisch verlobten Köln-Fans zu Wort. "Wann gibt es endlich Gerechtigkeit? Wir sind schockiert! Seit langem wird unser ehemaliger Betriebsleiter P* (Name der Redaktion bekannt) von der Polizei gesucht", schreibt der Gastrobetrieb.

Der Vorwurf: Der Mann soll den Betrieb um einen Wochenumsatz bestohlen und betrogen haben. "Zudem wissen wir von vielen weiteren kriminellen Taten, die er Personen und Unternehmen zugefügt haben soll", heißt es. Der Beschuldigte sei "schon länger nicht mehr an seiner Meldeadresse vorzufinden" und werde von der Polizei gesucht. Bisher sind diese Anschuldigungen nicht bestätigt. Es gilt die Unschuldsvermutung.

Staatsanwaltschaft sucht nach dem Fan

Der 1. FC Köln weiß über die Vorwürfe Bescheid, kann aber aktuell nichts bestätigen oder dementieren. Die Staatsanwaltschaft Köln teilte mit, dass "Verantwortliche einer in Köln beheimateten Bar im Herbst 2024 Strafanzeige gegen einen ehemaligen Angestellten wegen Diebstahls und weiterer Vorwürfe erstattet haben".

Das Verfahren wurde Anfang 2025 vorläufig eingestellt, weil nicht klar war, wo sich der Beschuldigte aufhält. Um jemanden zu einer Einvernahme zu laden, braucht es nämlich eine aktuelle Adresse. Deshalb hat die Staatsanwaltschaft weitere Maßnahmen ergriffen, um den Aufenthaltsort herauszufinden.

Die Ereignisse rund um das Heimspiel des 1. FC Köln gegen Wolfsburg sowie Hinweise aus sozialen Medien werden von der Staatsanwaltschaft bei den weiteren Ermittlungen berücksichtigt.

{title && {title} } red, {title && {title} } Akt. 03.02.2026, 12:33, 03.02.2026, 08:55
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