Cristiano Ronaldo will mit Al-Nassr endlich seinen ersten Titel holen. Doch plötzlich streikt der portugiesische Superstar mitten im Meisterschaftskampf, boykottierte den 1:0-Auswärtssieg gegen Al-Riyadh.
Aber warum eigentlich? Lange schien die Beziehung des 41-Jährigen zum Saudi-Klub bestens. Das hat sich binnen kürzester Zeit geändert. Hintergrund sind wohl ein unerfüllter Wunsch des Angreifers als auch massive Unzufriedenheit mit den Geldgebern – Ronaldo fühlt sich benachteiligt.
Demnach soll Ronaldo in der laufenden Transferperiode Neuverpflichtungen gefordert haben. Al-Nassr liegt aktuell auf dem zweiten Tabellenplatz, hinter Al-Hilal. Dem Wunsch des Superstars wurde bislang nicht stattgegeben – und das bekommt der Verein nun bitter zu spüren, wie das portugiesische Magazin "A Bola" berichtete.
Trotz bester körperlicher Gesundheit entschied sich der Stürmer dazu, am Montag nicht aufzulaufen. Wohl wissend, dass seine Abwesenheit seiner Mannschaft sportlich schadet, als auch das Image des Klubs leidet – und damit der öffentliche Druck auf Al-Nassr größer wird, seinen Wunsch nach Neuverpflichtungen doch noch zu erfüllen. Schließlich kommen die Menschen in Saudi-Arabien ins Stadion, um Ronaldo zu sehen – und das spielt er nun gegen seinen Geldgeber aus.
Das steckt dahinter: Der saudische Staatsfonds PIF hält 75 Prozent am Ronaldo-Klub. Gleichzeitig kontrolliert PIF aber auch die größten Konkurrenten im Meisterschaftskampf, Tabellenführer Al-Hilal und den Verein Al-Ittihad. Ronaldos Vorwurf: Der Staatsfonds würde in die beiden anderen Klubs wesentlich mehr Geld investieren als in Al-Nassr.
Zumindest die Marktwerte geben dem Portugiesen Recht. Al-Hilals Kader hat einen Marktwert von 190 Millionen Euro, der ehemalige Weltfußballer Karim Benzema soll zudem von Al-Ittihad losgeeist werden. Zudem verpflichtete der Klub gerade den 18-jährigen Kader Meïté für 30 Millionen Euro von Rennes. Al-Ittihad selbst steht bei rund 141 Millionen Euro Kaderwert, während Al-Nassr mit 133 Millionen deutlich zurückliegt.