Und das ließ den langjährigen Bayern-Patron und Ehrenpräsidenten Uli Hoeneß zu einer seiner berüchtigten Brandreden hinreißen. Der ehemalige Boss sieht die Schuldigen im seit Monaten andauernden Vertragspoker mit Abwehrchef Dayot Upamecano in dessen Beratern – und teilt heftig aus.
"Über dieses Verhalten bin ich entsetzt", sprudelte es erbost aus Hoeneß im Interview mit dem "Kicker" heraus. Weiter ergänzte er: "Ich weiß, dass er und seine Familie sich in München sehr wohlfühlen", meinte der 74-Jährige und betonte: "Ich fürchte jedoch, dass seine Berater alles tun werden, um ihn aus München wegzulotsen." Die Verantwortlichen des FC Bayern wollen deshalb laut verschiedener Medienberichte in den kommenden Tagen das direkte Gespräch mit dem Spieler suchen, um eine Verlängerung des auslaufenden Vertrages zu erreichen.
"Ich würde mich wahnsinnig freuen, wenn Dayot Upamecano sich für einen Verbleib beim FC Bayern entscheiden würde", sagte Hoeneß. Doch die Verhandlungen stocken seit geraumer Zeit. Zuletzt war von einem Ultimatum die Rede, das dieser Tage auslaufen soll.
Anfang Januar hieß es, es seien lediglich noch Details der neuen Übereinkunft zu klären. Demnach sollte Upamecano neben einer Gehaltserhöhung und üppigem Handgeld angeblich auch eine Ausstiegsklausel erhalten. Auch er hoffe, "dass es bald eine Lösung gibt und ich weitermachen kann", bekannte der 27-Jährige damals.
Mittlerweile hat sich der ehemalige Salzburg-Star aber auf eine Verbleib beim FC Bayern geeinigt und soll in den kommenden Tagen ein neues Arbeitspapier, das bis 2030 gültig ist, unterschreiben.