Derby-Time in Belgrad! Am Samstag ging es beim Duell zwischen Roter Stern und Partizan vor allem auf der Tribüne heiß her. Wegen mehrerer Feuer musste das Spiel unterbrochen werden. Der Verband sprach harte Strafen aus.
Derby-Time in Belgrad! Am Samstag ging es beim Duell zwischen Roter Stern und Partizan vor allem auf der Tribüne heiß her. Wegen mehrerer Feuer musste das Spiel unterbrochen werden. Der Verband sprach harte Strafen aus.
Die Fankurve von Partizan zeigte vor dem Anpfiff eine große Choreographie. Am Anfang der zweiten Halbzeit wurden deren Bestandteile dann als Zunder verwendet. Die Situation geriet außer Kontrolle, die Feuerwehr musste mit zwei Löschfahrzeugen ausrücken. Wegen der starken Rauchentwicklung musste das Spiel auch mehrere Minuten unterbrochen werden.
"Geisterspiele" als Strafe
"Das ist zu weit gegangen. Ich werde mich persönlich für härteste Strafen einsetzen", sagte der Liga-Wettbewerbskommissar Vladimir Bulatovic. "Das Derby ist der Maßstab unseres Fußballs. Am Samstag hatten wir die Situation, dass 80 Prozent der Zuschauer das Geschehen im Fanblock und nicht auf dem Platz beobachtet haben. Das muss aufhören." Am Montag bekamen beide Vereine die Rechnung präsentiert: Sie müssen das nächste Heimspiel in einem leeren Stadion austragen.
Für das Spiel waren aus Sicherheitsgründen bereits vor dem Spiel sämtliche Sitzschalen entfernt worden, nachdem sie in der Vergangenheit von den Krawallmachern als Wurfgeschosse genutzt worden waren. Rund 40.000 Zuschauer kamen zum Derby, das aufgrund der großen Rivalität immer die ganze Stadt in Atem hält. Roter Stern gewann mit 1:0. Ein Eigentor von Milan Obradovic brachte die Entscheidung.