Fertigstellung 2027 geplant

Stadtstraße fast fertig – letzter Tunnel durchbrochen

Die umstrittene Stadtstraße in der Donaustadt steht kurz vor der Fertigstellung. Trotz Verzögerungen ist nun der letzte Tunnel durchbrochen.
Wien Heute
03.02.2026, 10:27
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Die umstrittene Stadtstraße durch die Donaustadt steht kurz vor der Zielgeraden. Die rund 3,3 Kilometer lange Verkehrsader ist fast fertiggestellt – trotz massiver Proteste und monatelanger Verzögerungen zu Beginn. Jetzt ist laut ORF Wien ein entscheidender Meilenstein geschafft: Der letzte Tunnel wurde durchbrochen.

Die neue Stadtstraße verläuft auf ihrer gesamten Länge durch zwei Tunnelanlagen. Sie taucht sowohl unter der Bahntrasse als auch unter der U-Bahn ab. Am Montag fiel die letzte Erdschicht, der Tunneldurchstich ist geschafft. Projektleiter Thomas Keller zeigte sich zufrieden: "Wir haben mit den zwei Tunnelanlagen das Herzstück dieses Projekts Richtung Ende gebracht. Wir rechnen damit, dass wir im Herbst mit beiden Tunnelanlagen fertig sind."

Straßenbau rückt in den Fokus

Jetzt geht es vor allem um den Feinschliff. Heuer stehen die Fahrbahnen im Mittelpunkt. "Wir müssen die Fahrbahnen in den Tunnelanlagen herstellen und natürlich die Stadtstraße an sich zwischen den beiden Tunneln, die ja tiefergelegt die Verbindung herstellt", erklärte Keller. Die abgesenkte Trasse führt an einem neuen Wohngebiet vorbei, das zwischen den U2-Stationen Hausfeldstraße und Lina-Loos-Platz entsteht.

Noch gleicht das Projekt einem Flickenteppich aus einzelnen Baustellen. Erst ganz am Ende werden alle Abschnitte zusammengeführt. Laut Keller ist das Vorhaben aber weit fortgeschritten: "Wir sind zu circa 80 Prozent mit dem Projekt durch."

Keine Zufahrt fürs neue Grätzl

Fix ist auch: Eine direkte Anbindung des neuen Wohnviertels an die Stadtstraße wird es nicht geben. Wer auf die neue Straße will, muss über die Seestadt ein- oder ausfahren.

Auch finanziell soll alles im Rahmen bleiben. Die Gesamtkosten liegen bei 460 Millionen Euro, je zur Hälfte getragen von Bund und Stadt Wien. "Aus heutiger Sicht werden wir diesen Kostenrahmen halten können", so Keller. Zeitlich sei man zwar stark gefordert gewesen, vor allem wegen der Protestcamps zu Beginn. "Wir wollten die Zeit, die uns durch die Besetzung verloren gegangen ist, und das war mehr als ein gutes halbes Jahr, aufholen." Die Verkehrsfreigabe der gesamten Stadtstraße ist weiterhin für 2027 vorgesehen.

{title && {title} } red, {title && {title} } Akt. 03.02.2026, 11:18, 03.02.2026, 10:27
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