Ein geplanter Stalking-Prozess am Salzburger Landesgericht ist am Mittwoch geplatzt. Der Angeklagte aus dem Lungau erschien nicht zur Verhandlung. Die zuständige Richterin ordnete daraufhin seine Festnahme an.
Dem Mann wird vorgeworfen, die Trennung von seiner Freundin nicht akzeptiert zu haben. Laut Anklage soll er sie daraufhin massiv bedrängt haben. Die Vorwürfe reichen von dutzenden Anrufen täglich über persönliches Verfolgen auf offener Straße bis hin zu ungewöhnlichen Nachrichten und Geschenken.
So soll der Angeklagte unter anderem Champagner und Sexspielzeug vor der Haustür seiner Ex-Freundin hinterlassen haben. Auch Banküberweisungen mit unguten Botschaften sollen Teil der Vorwürfe sein. Angeklagt ist der Lungauer wegen Stalkings, beharrlicher Verfolgung und Belästigung.
Am Mittwochvormittag hätte der Fall vor dem Salzburger Landesgericht verhandelt werden sollen. Weil der Angeklagte nicht auftauchte, wurde er von der Richterin zur Festnahme ausgeschrieben.
Noch am Mittwoch könnte der Mann im günstigsten Fall vor Gericht erscheinen und sich zu den Vorwürfen verantworten. Sollte es dazu nicht kommen, drohen ihm bis zu 48 Stunden Haft und ein neuer Verhandlungstermin. Auch die Verhängung einer Untersuchungshaft ist möglich.