Damit überraschte Bürgermeister Bernhard Auinger alle. Der O-Bus gehört seit 1940 zu Salzburg unverwechselbar dazu. Neben Linz ist es das einzige verbliebene Oberleistungsbus-Netz in Österreich. Mit 128 Kilometern Streckenlänge und 12 Linien ist es allerdings ungemein größer.
Doch im Straßenbild verändert sich etwas. Manche Albus-Linien werden mittlerweile fast vollständig von Batteriebussen betrieben. Mit bis zu 370 Kilometern Reichweite kommen sie locker über den Tag und haben gegenüber dem Oberleitungs-Bus einige Vorteile.
Das hat sich gerade bei den jüngsten Unwettern sehr eindrücklich gezeigt – vor diesem Hintergrund fielen auch die jüngsten Aussagen des Salzburger Bürgermeisters. Gerade die neuesten O-Busse des Schweizer Herstellers Hess hatten mit den Wassermassen ihre Probleme.
25 von 60 Fahrzeugen fielen aus, bei abermaligen Regenfällen wenige Tage später blieben weitere zehn O-Busse liegen. Die genaue Ursache wird seitdem von angereisten Spezialisten der Firma gesucht.
Alles nach Plan läuft beim Betrieb der chinesischen Batteriebusse. Diese können auch einfacher Umleitungen fahren, wenn es etwa Baustellen gibt, und es kann kein Stromabnehmer "herausspringen". Die Technik entwickelt sich noch dazu in rasantem Tempo laufend weiter.
"Nachdem sich die Batterietechnologie derartig massiv und rasch verbessert, gehe ich davon aus, dass wirklich taugliche Fahrzeuge, die den O-Bus ersetzen können, schon in den nächsten ein bis fünf Jahren auf dem Markt sein werden, auch zu günstigeren Preisen", wird Auinger vom ORF zitiert.
Sobald die aktuellen O-Busse das Ende ihres Lebenszyklus erreicht haben, werden die Salzburger Linien wohl keine neuen O-Busse mehr kaufen, sondern Batteriebusse, so Auinger. Spätestens in 15 Jahren könnte damit das Aus des O-Bus in Salzburg besiegelt sein.