Standortanwalt Biach für rot-türkise Koalition in Wien

Standortanwalt Alexander Biach
Standortanwalt Alexander Biach FLORIAN WIESER
166.000 Wiener waren im September arbeitslos oder in Schulungen. Mit Bauprojekte will Standortanwalt Alexander Biach nun Tausende neue Jobs schaffen.

"Jobs, Jobs, Jobs" ist für Alexander Biach die einzige "Therapie" gegen die steigenden Arbeitslosenzahlen. Denn "dauerhaft hohe Arbeitslosigkeit kann zur Immunschwäche für die Gesellschaft werden", warnt der Standortanwalt am Mittwoch im Haus der Wiener Wirtschaft.

Seine Lösung sieht drei Punkte vor:

➤ Einen zweiten Lockdown unter allen Umständen verhindern

 Infrastrukturinvestitionenausweiten und vorziehen

➤ Genehmigungsverfahrenvereinfachen und beschleunigen

Standortanwalt für Große Koalition

Nötig sei dafür eine "pragmatische und handlungsfreudige Politik", die ihren Fokus auf Arbeitsmarkt und Wirtschaft legt. Es überrascht daher nicht, dass sich Biach im für eine rot-türkise Koalition ausspricht. "Das ist eine Frage der Vernunft und der Verantwortung", wird Biach im "Kurier" zitiert. Gemeinsam hätte man eine Zweidrittel Mehrheit, die viele Beschlüsse einfacher machen würde.

Ein entscheidender Hebel seien Projekte und Investments in Infrastruktur und Verkehr. Gerade bei letzterem plädiert Biach für "mehr Vernunft, weniger Ideologie" und "mehr Inhalt, weniger Marketingschmäh".

Diese Projekte sollen neue Jobs schaffen

15.706 Arbeitsplätze soll allein der ÖBB-Ausbau schaffen. Dazu zählen dichtere Takte im S-Bahn-Netz, Errichtung neuer Haltestellen sowie die Sanierung von 12 Bahnhöfen. Positiv auf den Arbeitsmarkt soll sich auch die Errichtung des Lobautunnels auswirken. "Weitere Verzögerungen durch Politik gehen zu Lasten von Menschen, die hier leben und arbeiten", warnt Biach. Außerdem will der Standortanwalt in den nächsten fünf Jahren in jedem Bezirk ein Stadterneuerungsprojekt in der Erdgeschoßzone bekommen. Dafür soll eine "Grätzelmillion" geschaffen werden.

Weitere 1.185 Jobs soll der Bau der Tiefgarage am Heldenplatz bringen. Sie soll einen Tiefenspeicher für die Nationalbibliothek, Ein- und Ausstiegszonen für Busse und eine Zone für E-Fahrzeuge beinhalten. 

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