Sport

Stankovic: "Schöner, wenn es schon vorbei wäre"

Heute Redaktion
14.09.2021, 02:56

Für die Austria sind nach dem 2:0 im Hinspiel gegen Dinamo Zagreb die Sterne und die eindringliche Hymne der Champions League zum Greifen nah. Der Klub scheint auch im Kopf reif für die Königsklasse zu sein. Sportvorstand Thomas Parits, Trainer Nenad Bjelica und auch die Spieler wollen noch nichts von einer erfolgreichen Qualifikation für die Gruppenphase hören und auch im Rückspiel konzentriert zu Werke gehen.

die Sterne und die eindringliche Hymne der Champions League zum Greifen nah. Der Klub scheint auch im Kopf reif für die Königsklasse zu sein. Sportvorstand Thomas Parits, Trainer Nenad Bjelica und auch die Spieler wollen noch nichts von einer erfolgreichen Qualifikation für die Gruppenphase hören und auch im Rückspiel konzentriert zu Werke gehen.

Die Austria-Spieler bedankten sich nach dem Schlusspfiff bei den etwa tausend mitgereisten Fans für die lautstarke Unterstützung - die Sprechchöre der Violetten waren im Stadion Maksimir deutlich zu hören. Marko Stankovic, seit Amtsantritt von Trainer Bjelica in Hochform und in Zagreb Schütze des Traumtors zum 2:0, brachte die jetzige Situation auf den Punkt: "Schöner wäre nur, wenn es schon vorbei wäre". Im Rückspiel werde es noch einmal "sauschwer." Seine Kollegen und er müssen "wieder gut organisiert stehen", um den Einzug in die Gruppenphase zu fixieren.

Spieler bleiben am Boden

Ins selbe Horn stößt auch Kapitän Manuel Ortlechner, das 2:0 sei nur die halbe Miete: "Es gibt schlechtere Ausgangspositionen, aber im Fußball ist schon viel Verrücktes passiert." Goalie Heinz Lindner, der viel Sicherheit ausstrahlte und den Erfolg mit seinen Tormann-Handschuhen festhielt, wählte noch drastischere Worte: "Es wäre aber fatal zu sagen, wir stehen mit einem Bein in der Champions League." Genau so lautete aber die Schlagzeile, die "Heute.at" für den Spielbericht wählte. Denn wer in die Königsklasse will, muss ein gesundes Maß an Abgeklärtheit mitbringen und eine gute Ausgangslage zu nutzen wissen.

Den ersten Schritt zum Auswärtssieg setzte der anstelle des gesperrten Markus Suttner aufgebotene Marin Leovac. "Das war mein erstes Tor überhaupt für die Austria. Ich habe beim Tor nicht lange überlegt, sondern einfach versucht, den Ball reinzubringen", freute sich der Verteidiger, der am Verteilerkreis nicht erste Wahl ist. Bjelica lobte den Torschützen und freute sich für ihn: "Er ist ein großer Dinamo-Fan, deshalb war das sicher etwas Besonderes für ihn." Leovac' Frau stammt sogar aus Zagreb.

Parits: "Jahrelang dafür gearbeitet"

Für die Austria würde die Champions League ein Startgeld von zehn Millionen Euro bedeuten. Dieses Geld wüsste Sportchef Thomas Parits sicher zu investieren. "Wir haben jahrelang gearbeitet, dass wir in diese Position kommen. Wenn wir im Rückspiel so spielen wie heute, werden wir auch den zweiten Schritt machen", so Parits. Das erste Spiel war für ihn "Werbung für den Fußball." Trotz der guten Ausgangsposition mahnte aber auch er zur Besonnenheit.

Austria-Trainer Nenad Bjelica, der nicht unbedingt für seinen niedrigen Puls bekannt ist, wirkte in der Coaching-Zone wesentlich entspannter als sein Dinamo-Trainerkollege Trunoslav Jurcic. Das ist nur verständlich - denn die 0:2-Heimniederlage gegen Österreichs Meister ist einer Blamage gleichzusetzen. Deshalb muss Jurcic auch gehen - er wurde laut Medienberichten nach dem Spiel gefeuert.

Solche Sorgen hat Bjelica nicht, er hatte diesmal generell nur wenig zu bemängeln. "In den letzten fünf Minuten der ersten Hälfte haben wir uns selbst in Probleme gebracht, ansonsten war ich mit der Leistung zufrieden. Wir wollten die Seiten zumachen und selbst über die Seiten zu Chancen kommen, das ist uns gelungen. Ich habe mir so ein Ergebnis gewünscht und habe an meine Mannschaft geglaubt."

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