Für die Teilnahme an einer WM-Endrunde würden wohl einige Fußballer einiges opfern – auch die Geburt des ersten Kindes zu verpassen. Genau dies hat nun Südkoreas Nationaltorhüter Kim Seung Gyu getan. Statt bei seiner Frau zu sein, befindet sich der Keeper des FC Tokio mit dem Nationalteam im Trainingslager.
Der Routinier richtete deshalb eine öffentliche Botschaft an seine Partnerin. "Es tut mir wirklich leid, dass ich während der Geburt nicht bei meiner Frau sein konnte", sagte Kim im mexikanischen Zapopan. Gleichzeitig versprach der Südkoreaner, die Entbehrungen seiner Familie auf dem Platz zurückzahlen zu wollen. "Ich möchte von hier gute Ergebnisse mit nach Hause bringen – als Geschenk."
Für Kim ist die Weltmeisterschaft in Mexiko bereits die vierte seiner Karriere. Gerade deshalb hat das Turnier für ihn eine besondere Bedeutung. "Ich habe jede Weltmeisterschaft gespielt, als könnte es meine letzte sein", erklärte der Torhüter. "In meinem jetzigen Alter fühlt sich diese hier wirklich wie meine letzte an."
Sportlich startet Südkorea in der Gruppe A gegen Tschechien ins Turnier. Danach warten Gastgeber Mexiko und Südafrika auf das Team. Für Kim geht es dabei nicht nur um sportlichen Erfolg – sondern auch darum, seiner Familie für die schwierige Zeit etwas zurückzugeben.