Mit emotionalen Worten hat der britische Schauspieler, Komiker und Musiker Ben Bailey Smith, bekannt als Doc Brown, die Zeit von Oliver Glasner bei Crystal Palace gewürdigt. In seinem Rückblick beschreibt er Glasners Amtszeit nicht einfach als erfolgreiche Trainerperiode, sondern als tiefgreifende Transformation des Vereins.
Für Doc Brown steht fest, dass der österreichische Star-Trainer Crystal Palace weit über taktische Veränderungen hinaus geprägt hat. "Oliver Glasner hat uns verwandelt", schreibt er. Der Österreicher habe nicht nur Spielweise und Formation verändert, sondern auch die mentale Stärke und das Selbstverständnis der Mannschaft. Aus einem kämpferischen Außenseiter sei ein Team geworden, das Gegner ernsthaft bedrohen könne und zugleich durch seine Spielidee faszinierte.
Besonders hebt der Autor Glasners Fähigkeit hervor, eine klare Fußballphilosophie auf den Platz zu bringen. Die Verbindung aus der traditionellen Konterstärke von Palace mit Glasners System aus Dreierkette, dynamischen Wingbacks und spielstarken Mittelfeldakteuren habe ein neues Gesicht der Mannschaft geschaffen.
Als Schlüsselmoment seiner persönlichen Verbindung zu Glasner nennt Doc Brown das Premier-League-Spiel gegen Newcastle United am 30. November 2024. Nach dem späten Ausgleich durch Dani Muñoz stürmte Glasner die Seitenlinie entlang und sprang jubelnd in die Spielertraube. Für den langjährigen Palace-Anhänger war dies der Moment, in dem Trainer und Verein endgültig zusammenfanden. "Von diesem Moment an gehörte er zu uns – und wir zu ihm", schreibt er.
Glasners größtes Vermächtnis sieht Doc Brown jedoch im Glauben, den er dem Klub vermittelt habe. Der Trainer habe den Spielern und dem Umfeld die Überzeugung gegeben, dass große Erfolge möglich seien. Diese Haltung sei auch innerhalb der Mannschaft spürbar gewesen. Als Beispiel nennt er ein Gespräch mit Maxence Lacroix, der bereits nach dem Pokalsieg gegen Millwall überzeugt gewesen sei, dass Crystal Palace den FA Cup gewinnen würde.
Während Doc Brown selbst lange nicht an einen Triumph im FA Cup oder im Community Shield geglaubt habe, habe Glasner eine andere Sichtweise vermittelt. "Warum nicht wir? Warum nicht jetzt? Warum nicht noch einmal?", fasst er diese Mentalität zusammen.
Am Ende zieht der Autor einen Vergleich zu früheren Palace-Größen wie Malcolm Allison und Steve Coppell, die dem Verein ebenfalls Selbstvertrauen vermitteln wollten. Der Unterschied zu Glasner bestehe für ihn darin, dass dieser die hochgesteckten Träume tatsächlich verwirklicht habe.
Sein abschließendes Urteil fällt entsprechend eindeutig aus: "Er hat uns die Welt gegeben." Und weiter: "Danke, Boss. Du bist buchstäblich der Größte."