Der Medaillenregen bei der Heim-WM in Seefeld geht weiter. Im neu eingeführten Damen-Teamspringen segelte das österreichische Quartett Chiara Hölzl, Jacqueline Seifriedsberger, Eva Pinkelnig und Daniela Iraschko-Stolz zur Silbermedaille.
Auf der WM-Normalschanze in Seefeld mussten sich die rot-weiß-roten Springerinnen bei der WM-Premiere nur den Topfavoritinnen aus Deutschland geschlagen geben. Der Rückstand auf Gold betrug 18,6 Punkte. Die Norwegerinnen holten sich mit 3,4 Punkten Rückstand die Bronzemedaille.
Dabei hatten die ÖSV-Springerinnen vor der letzten Gruppe sogar noch die Chance auf den ersten WM-Titel. Doch die deutsche Schlussspringerin Katharina Althaus nahm Iraschko Stolz mit einem Satz auf 99,5 Metern drei Meter ab.
Die Tirolerin ließ sich die Silberne aber nicht mehr vom Brot nehmen, konterte den Angriff der norwegischen Schlussspringerin Maren Lundby (100,5 Meter) mit einem Satz auf 96,5 Meter. Das reichte zu Silber. "Wenn es jemand schafft, dann die Dani", jubelte Hölzl. "Das ist ein super Tag für das Damen-Skispringen und für Österreich. Wir haben es den Herren nachgemacht". jubelte Iraschko-Stolz.
Der Teambewerb der Skispringerinnen wurde erst auf Initiative des ÖSV kurzfristig ins WM-Programm aufgenommen.
Die nächste Medaillenchance steht bereits am Mittwoch an. Um 16.15 Uhr geht es für Iraschko-Stolz und Co. um die Einzel-Medaillen.
1. Deutschland 898,9 Punkte
2. Österreich 880,3
3. Norwegen 876,9
4. Slowenien 828,1
5. Russland 820,3
6. Japan 806,1
7. Frankreich 718,1
8. Italien 690,5 (Heute Sport)