Kaffeeliebhaber müssen sich auf schwierige Zeiten einstellen. Die Kaffeeproduktion im wichtigsten Anbauland der Welt ist durch heftige Niederschläge bedroht. Die Folgen könnten auch in österreichischen Supermärkten spürbar werden.
Eine neue Studie zeigt: Der Starkregen, der im Februar über Brasilien niederging, ist erst der Anfang. Experten warnen vor noch heftigeren Wetterereignissen in der Zukunft.
Wie Spiegel.de berichtet, haben die Wissenschaftler der World Weather Attribution die Auswirkungen untersucht. Ihr Ergebnis: Die Intensität solcher Regenfälle wird um mindestens sieben Prozent zunehmen, wenn sich die Erde bis Ende des Jahrhunderts um 2,6 Grad erwärmt.
Die Vereinten Nationen warnen: Mit der aktuellen Klimapolitik steuert die Erde auf 2,8 Grad Erwärmung zu. Selbst wenn alle Staaten ihre Klimaziele umsetzen würden, wären noch 2,3 bis 2,5 Grad zu erwarten.
"Das Ausmaß dieser Tragödie ist immens und zeigt, wie verwundbar unsere Hanggemeinden sind, während sich der Planet weiter erwärmt", erklärt Klimaforscherin Regina Rodrigues von der brasilianischen Universität Santa Catarina.
Für Kaffeetrinker bedeutet das: Der morgendliche Espresso oder der gemütliche Cappuccino am Nachmittag könnte bald deutlich teurer werden. Brasilien liefert einen Großteil des weltweit gehandelten Kaffees.