Die Klimakrise trifft Österreich immer härter. Das zeigt der Österreichische Sachstandsbericht zum Klimawandel aus dem Jahr 2025 deutlich. Doch während die Temperaturen steigen und Extremwetter zunehmen, kürzt die Politik ausgerechnet bei jener Forschung, die Lösungen liefern soll.
Ermöglicht wurde der Sachstandsbericht wie auch viele weitere Studien durch das Klimaforschungsprogramm ACRP des Klima- und Energiefonds. Jahrelang standen dafür jeweils fünf Mio. Euro pro Jahr zur Verfügung. Für 2025 waren es nun nur noch zwei Mio. Euro. In der Forschung sorgt das für große Sorge.
Die Aufregung ist groß: "Die Dringlichkeit der Klimakrise nimmt messbar zu, die Finanzierung der Forschung aber ab", kritisiert Gerhard Wotawa, Obmann des Climate Change Center Austria zur APA. In dem Netzwerk haben sich Österreichs Klimaforscher zusammengeschlossen - und genau dort ist die Kürzung derzeit das beherrschende Thema.
Wissenschafter Wotawa spricht nicht von einer normalen Sparmaßnahme, sondern von einem "Kahlschlag". Österreich sei mit dem ACRP lange ein Vorreiter in Europa gewesen. Viele Projekte hätten heimische Teams erst in die Lage versetzt, später erfolgreich um EU-Gelder zu kämpfen.
Gerade diese Forschung sei dringend nötig. Der Sachstandsbericht zeigt: Seit 1900 ist es in Österreich im Schnitt bereits um 3,1 Grad Celsius wärmer geworden. Die Folgen für Natur, Wirtschaft und Bevölkerung sind massiv. Um gefährliche Kipppunkte zu verhindern, wären enorme Investitionen notwendig.
Fakt ist: Österreich wird immer heißer - doch statt Wissen über die Klimakrise und Klima-Anpassung aufzubauen, wird bei der Klimaforschung der Sparstift angesetzt. Ein Risiko, das uns noch teuer zu stehen kommen könnte.