Auf der Mariahilfer Straße stand diese Woche nicht nur Shopping am Programm, sondern auch der Gesundheitscheck am Handgelenk. Bei einer Pop-up-Aktion von Huawei verschätzten sich neun von zehn Teilnehmern bei ihrem eigenen Blutdruck. "Heute" war vor Ort und hat die neue Smartwatch getestet.
Bluthochdruck gilt als "stille Gefahr", weil Betroffene oft lange nichts davon bemerken. Genau darauf wollte die Aktion anlässlich des Welthypertonietags am 17. Mai aufmerksam machen. Passanten sollten zuerst schätzen, wie hoch ihr Blutdruck ist, danach wurde direkt vor Ort gemessen – allerdings nicht mit einem klassischen Oberarmgerät, sondern mit der neuen Huawei Watch D2.
Das Ergebnis überraschte selbst die Organisatoren: Von insgesamt 128 Teilnehmern konnten nur elf ihren Blutdruck annähernd richtig einschätzen. 74 Personen lagen deutlich zu niedrig, 40 wiederum überschätzten ihre Werte. Besonders alarmierend: Laut medizinischen Richtlinien hatten rund 42 Prozent der Teilnehmenden bereits erhöhten Blutdruck.
Vor Ort begleitete auch der Wiener Arzt und Chirurg Christian Hollinsky die Aktion. Er erklärt: "Die Aktion bestätigt jene Studien, die zeigen, dass ein großer Teil der Bevölkerung weder den eigenen Blutdruck kennt noch regelmäßig kontrolliert." Unbehandelter Bluthochdruck sei ein wesentlicher Risikofaktor für Herz-Kreislauf-Erkrankungen, Schlaganfälle und Nierenschäden.
Auch "Heute" konnte die Uhr testen. Die Messung funktioniert überraschend unkompliziert: Im Armband ist ein kleines Luftkissen integriert, das sich während der Messung aufbläst – ähnlich wie bei einem klassischen Blutdruckmessgerät. Der Unterschied: Gemessen wird direkt am Handgelenk, ohne zusätzliches Gerät. In dieser Form ist die Technologie aktuell einzigartig auf dem österreichischen Markt.
Michael Nowak, Unternehmenssprecher von Huawei Austria betont: "Das große Problem ist, dass die meisten Menschen ihren Blutdruck gar nicht kennen." Die neue Smartwatch solle helfen, regelmäßige Kontrollen einfacher in den Alltag zu integrieren. "Diese Smartwatch ist ein Beispiel dafür, wie moderne Technologie unsere Gesundheit unkompliziert fördern kann. Für Menschen, die regelmäßig Blutdruck messen müssen, war das bislang immer mit viel Aufwand und Planung verbunden", so Nowak.
Hollinsky warnt jedenfalls davor, erhöhte Werte zu unterschätzen. Symptome wie Müdigkeit oder Kopfschmerzen würden oft nicht sofort mit Bluthochdruck in Verbindung gebracht. Als Richtwert gilt laut dem Experten ein Wert unter 130 zu 80. Bewegung, gesunde Ernährung und Gewichtsreduktion zählen zu den wichtigsten Maßnahmen, um gegenzusteuern.