Positive Bilanz

ESC-Fieber in Wien! 150.000 feierten am Rathausplatz

Die Stadt zieht nach einer Woche ESC in Wien Bilanz: 95.000 verkaufte Tickets für die Stadthalle und 150.000 Besucher im ESC Village.
Wien Heute
17.05.2026, 13:25
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Der Eurovision Song Contest 2026 hat Wien eine Woche lang zur internationalen Bühne für Musik, Kultur und Begegnung gemacht. Die Stadt zieht nun eine positive Bilanz: Neun Shows in der Wiener Stadthalle, hunderttausende Besucher bei Side-Events und weltweite Aufmerksamkeit sorgten laut Stadtregierung für einen der größten ESCs der Geschichte.

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Bürgermeister Michael Ludwig (SPÖ) hob besonders das umfangreiche Gratisprogramm hervor: "Mit zahlreichen kostenlosen Veranstaltungen in allen Bereichen der Stadt haben wir den ESC zu einem Spektakel für alle Wienerinnen und Wiener gemacht, unabhängig ihrer finanziellen Möglichkeiten. Ich gratuliere Bulgarien zum gestrigen Sieg und bin schon gespannt, wie sie ihren Song Contest nächstes Jahr gestalten werden."

95.000 Tickets für die Stadthalle

An den neun Shows in der Wiener Stadthalle nahmen Fans aus 75 Ländern teil. Insgesamt wurden laut Stadt 95.000 Tickets verkauft, 42 Prozent davon an internationale Gäste. Das große Finale war bereits nach 14 Minuten ausverkauft. Zu den Ländern mit den meisten Ticketkäufern zählten neben Österreich unter anderem Deutschland, Großbritannien, die Schweiz, die USA und Australien.

Auch abseits der Hauptshows wurde in ganz Wien gefeiert. Das Eurovision Village am Rathausplatz lockte laut Veranstaltern rund 150.000 Besucher an. Dort gab es täglich Konzerte, Public Screenings und interaktive Formate bei freiem Eintritt. Zusätzlich wurden in 15 Bezirken an 39 Standorten offizielle Public Screenings organisiert. Der Euro-Club im Praterdome zog rund 14.000 Gäste an.

ESC-Bim und Sing-Alongs

Mit "Vienna OffStage" setzte Wien laut Tourismusverantwortlichen auf das bislang größte Rahmenprogramm in der Geschichte des Song Contests. 78 kuratierte Erlebnisse sowie freier Eintritt in 33 Einrichtungen standen Delegierten und Medienvertretern zur Verfügung.

Auch Angebote im öffentlichen Raum sorgten für Aufmerksamkeit – darunter eine als ESC-Bim gestaltete Straßenbahn, Sing-Alongs mit dem Volksoper-Chor oder der "Eurovision Markt Contest" am Naschmarkt. Dort wurden Spezialitäten aus allen 35 teilnehmenden Ländern angeboten. Laut Stadt kamen rund 31.500 Besucher zum Markt-Event.

Sämtliche Veranstaltungsorte barrierefrei

Die Stadt Wien bezeichnete den ESC 2026 außerdem als "inklusivsten der Geschichte". Sämtliche Veranstaltungsorte seien barrierefrei gewesen. Zusätzlich wurden unter anderem Rollstuhlplattformen, Gehörschutz, Lichtschutz und Fidget-Tools für neurodivergente Personen angeboten.

"Die Stadt Wien hat bewiesen, dass sie Großevents nicht nur austrägt, sondern nachhaltig prägt – als sichere, moderne und solidarische Gastgeberin. Genau dieser Anspruch macht Wien heute und auch in Zukunft zu einem First Mover", erklärte Vize-Bürgermeisterin Barbara Novak (SPÖ).

Live-Übertragung auf Youtube

Der WienTourismus sieht den ESC auch als große Werbeplattform für die Stadt: "Gemeinsam mit der Stadt Wien, dem ORF, den Sicherheitsbehörden und Wiens Visitor Economy ist es uns gelungen, Wien weit über die Shows hinaus als vielfältige und gastfreundliche Destination erlebbar und sichtbar zu machen. Der Jubiläums-ESC hat Wiens Image als Welthauptstadt der Musik um eine zeitgenössische Facette erweitert und der Stadt eine globale Positionierungschance geboten", so Geschäftsführer des WienTourismus, Norbert Kettner.

Besonders wichtig sei die internationale Reichweite gewesen. Der ESC wurde heuer erstmals seit 2017 wieder live auf YouTube in den USA übertragen. Eine Prognose von EcoAustria rechnet durch den ESC mit rund 88.000 zusätzlichen Besuchern in Österreich. Der Nachfrageimpuls soll bei rund 57 Millionen Euro liegen. Eine genaue Analyse der tatsächlichen Auswirkungen wird derzeit vom WIFO erstellt. Erste Ergebnisse sollen im Juni präsentiert werden.

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