Steht ÖFB-Team zu Foda? Jetzt spricht Kapitän Alaba

David Alaba mit Teamchef Franco Foda.
David Alaba mit Teamchef Franco Foda.Gepa
ÖFB-Teamchef Franco Foda steht nach der 2:5-Blamage in Israel in der Kritik. Jetzt nimmt ihn sein Kapitän David Alaba in Schutz.

2:5! Österreich schlitterte am Samstag in der WM-Quali in ein Debakel. Durch die Pleite in Israel ist die direkte Qualifikation für die Weltmeisterschaft 2022 in Katar praktisch unmöglich. Schon am Dienstag steht gegen Schottland das nächste Match an.

Im Vorfeld muss Teamchef Franco Foda viel Kritik einstecken. Dem Deutschen wird zum Vorwurf gemacht, das System zu häufig zu wechseln, so die Niederlage gegen Israel mitverschuldet zu haben. Das prangerte etwa ORF-Experte Roman Mählich in seiner Halbzeitanalyse an. Foda reagierte: "Es lag nicht am System." Herbert Prohaska nahm Mählich in Schutz: "Wenn es nicht an der Dreierkette lag, warum hat er das System zur Halbzeit gewechselt?"

Knallharte Analysen gab es auch von den ÖFB-Größen Andreas Herzog und Toni Polster. 

Foda: Intaktes Verhältnis zum Team

Auf der letzten Pressekonferenz vor dem Schottland-Match (20:45 Uhr, "Heute"-Liveticker) versucht Foda, die Kritik an seiner Person abzuschütteln. Abermals betont er, er lese vieles nicht, was über ihn geschrieben werde. Die Verantwortung für das 2:5 nehme er auf sich. 

Dem Vorwurf, ein schlechtes Verhältnis zur Mannschaft zu haben, widerspricht er vehement: "Ich von meiner Seite aus habe ein sehr gutes Verhältnis zur Mannschaft und denke, das hat man auch mitbekommen während der Europameisterschaft und auch danach die Aussagen der einzelnen Spieler."

Zur Erinnerung: Im Vorfeld der EURO sickerte durch, dass einzelne Spieler mit der Spielweise des Teams nicht einverstanden seien. Es wurde sogar ein Mediator hinzugezogen, um die Risse im Nationalelf zu kitten. Scheinbar mit kurzfristigem Erfolg. Die ÖFB-Auswahl überzeugte bei der EM-Endrunde, scheiterte gegen den späteren Europameister Italien erst in der Verlängerung (1:2).

Der magere Auftritt gegen Moldawien und die Abfuhr in Israel haben alte Wunden wieder aufgerissen.

Alaba eilt Foda zur Hilfe

Aber: Bei der Pressekonferenz eilt David Alaba seinem sichtlich genervten Teamchef zur Hilfe. Der Kapitän mischt sich zum Thema ein, stellt klar: "Wenn wir kein gutes Verhältnis zum Trainer hätten, hätten wir auf keinen Fall so eine gute Europameisterschaft gespielt." Das Verhältnis sei "weiterhin gut", sagt der Real-Madrid-Neuzugang.

Alaba schärft nach: "Auf jeden Fall. Das Verhältnis ist gut, die Stimmung innerhalb der Mannschaft ist gut. Das spiegelt sich sicher nicht im Ergebnis gegen Israel wider."

Ein Sager von Martin Hinteregger ließ anderes vermuten. Nach dem Sieg gegen Moldawien beantwortete er eine Frage nach dem Matchplan so: "Welcher Plan?"

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