Steigt der Formel 1-Auftakt in Australien nur mit 12 Autos? Die kleinen Privat-Teams Sauber, Lotus und Force India könnten aufgrund von Finanzproblemen die Reise nach Melbourne nicht antreten. Bernie Ecclestone rief deswegen zur Krisensitzung in London. Vorzeitige Zahlungen könnten erfolgen, um doch mit 20 Boliden in die neue Saison zu starten.
Steigt der -Auftakt in Australien nur mit 12 Autos? Die kleinen Privat-Teams Sauber, Lotus und Force India könnten aufgrund von Finanzproblemen die Reise nach Melbourne nicht antreten. Bernie Ecclestone rief deswegen zur Krisensitzung in London. Vorzeitige Zahlungen könnten erfolgen, um doch mit 20 Boliden in die neue Saison zu starten.
Hintergrund der Finanz-Probleme der Privat-Teams ist, dass Einnahmen von Sponsoren und aus dem Vermarktungstopf in der Winterpause wegfallen. Daher könnte es passieren, dass Sauber, Lotus und Force India die teure Anreise nach Australien nicht bezahlen können. "Die Monate von November bis Jänner sind die schlimmsten für ein Formel 1-Team. In Design und Produktion der neuen Autos fließen schon 43 Prozent des Budgets, auf der anderen Seite kommt kein Geld herein", meinte Lotus-Chef Gerard Lopez gegenüber "auto, motor und sport".
Die Vertreter der betroffenen Teams haben F1-Boss Bernie Ecclestone in einer Krisensitzung in London um Hilfe gebeten, der lässt die Teams allerdings vorerst noch zappeln. Eine Lösung könnten vorgezogene Zahlungen aus dem FOM-Einnahetopf sein. Diesem Plan müssen allerdings auch alle anderen Teams zustimmen. Seit der Arrows-Pleite vor einigen Jahren werden solche Zahlungen von anderen Teams nicht gerne gesehen, da die Gelder bei einer weiteren Teamauflösung weg wären, anstatt sie unter den anderen Rennställen aufteilen zu können.
Für Ecclestone gibt es ein weiteres Szenario: Die Top-Teams sollen ein drittes Auto bekommen, während die kleineren Privat-Teams in einer zweiten Liga fahren könnten. Einheitliche Boliden sollen die Kosten pro Team erheblich senken. Die betroffenen Teams setzen allerdings alles dagegen und pochen auf ihren Status als Konstrukteure.
Es bleibt abzuwarten, ob Ecclestone doch noch die Geldbörse öffnet, oder es riskiert beim Auftakt nur mit 12 Autos im Albert Park zu starten.