"Bin fitter denn je"

Steirer (36) besiegt Hodenkrebs – jetzt ist er Papa

Domenik Habian wartete neun Monate – dann kam die Schockdiagnose Hodenkrebs. Heute ist der Steirer krebsfrei und Vater.
Newsdesk Heute
06.09.2026, 22:23
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Neun Monate lang bemerkte Domenik Habian eine Veränderung an seinem Körper. Zum Arzt ging er trotzdem nicht. Zu groß war offenbar die Hemmung, die Stelle untersuchen zu lassen. Erst seine Freundin brachte ihn dazu, den Schritt zu machen.

Dann ging alles schnell. Wie die "Krone" berichtet, wurde der Steirer am LKH Hochsteiermark, Standort Leoben, von Urologe Thomas Alber untersucht – und kurz darauf stationär aufgenommen. Die Diagnose: Hodenkrebs.

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Für Habian, damals Mitte 20, war es ein Schock. "Ich wusste nicht, ob ich das überlebe", erinnert er sich. Besonders schwer sei der Anruf bei seiner Mutter gewesen. Auch seine Freundin kam damals weinend zu ihm ins Spitalszimmer.

In einer Operation wurde Habian ein Hoden entfernt. Danach folgte eine belastende Chemotherapie, die sogar einen Lungeninfarkt nach sich zog. Aus Sport, Arbeit und Alltag wurden lange Aufenthalte im Krankenhaus. "Ich habe in einem Jahr über 100 Nächte hier im LKH verbracht", erzählt der heute 36-Jährige.

Doch der Krebs war zunächst nicht besiegt. Bei weiteren Kontrollen zeigten sich Metastasen im Bauch- und Lungenraum. Schließlich wurde der Oberlappen seines linken Lungenflügels entfernt. Erst ein zweiter Durchgang Chemotherapie brachte die entscheidende Wende: Habian wurde krebsfrei.

Heute steht für ihn vor allem seine Tochter Elina im Mittelpunkt. Weil vor der Behandlung Spermien eingefroren wurden, konnte sich Habian trotz der schweren Therapie seinen Kinderwunsch erfüllen. Für ihn ist die Fünfjährige das größte Geschenk nach der Krankheit.

Der Steirer ist mittlerweile wieder viel draußen unterwegs. "Ich gehe jetzt wieder viel wandern und radeln und bin fitter denn je", sagt er.

Mit seiner Geschichte in der "Kronen Zeitung" will Habian anderen Männern Mut machen, Veränderungen nicht zu verdrängen. Sein Rat: "Ich kann den Leuten nur raten, frühzeitig zum Arzt zu gehen. Das spart viel Leid, Strapazen und Kummer!"

Urologe Alber verweist darauf, dass Hodenkrebs zwar selten ist, aber besonders junge Männer treffen kann. In Österreich erkrankten laut Statistik Austria im Jahr 2022 insgesamt 425 Männer daran. Das entsprach 1,8 Prozent aller neuen Krebserkrankungen bei Männern.

Wichtig sei vor allem, den eigenen Körper ernst zu nehmen. Eine schmerzlose Verhärtung, eine Schwellung, eine Vergrößerung des Hodens oder ein ungewohntes Schweregefühl sollten rasch urologisch abgeklärt werden. "Leider denken viele Männer, sie sind unverwundbar", sagt Alber. Scham dürfe kein Grund sein, einen Arztbesuch hinauszuzögern.

{title && {title} } red, {title && {title} } 06.09.2026, 22:23