Sternschnuppen-Jagd

Tauriden & Leoniden: November bringt Feuerbälle

Im November sorgen gleich zwei aktive Sternschnuppenströme für ein faszinierendes Schauspiel am Himmel – darunter die leuchtstarken Tauriden.
04.11.2026, 20:21
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Der November gilt als besonders guter Monat für Sternschnuppenbeobachter.

Gleich zwei Meteorströme, die Tauriden und Leoniden, sind aktiv und bieten zahlreiche Gelegenheiten, das nächtliche Funkeln zu erleben.

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Insbesondere die Tauriden sorgen für eindrucksvolle Meteoreerscheinungen: Ursprünglich ein einziger Schwarm, haben sich die Tauriden aufgrund der Gravitation des Planeten Jupiter in zwei Ströme geteilt – die nördlichen und südlichen Tauriden. Beide sind im Sternbild Stier zu finden, das bereits am frühen Abend im Osten aufgeht.

Tauriden: Leuchtkugeln und zwei Höhepunkte

Die südlichen Tauriden erreichen ihren Höhepunkt in der Nacht auf Donnerstag (5. November) die nördlichen folgen am 12. November (jeweils gegen Mitternacht). Beide Ströme zeichnen sich durch auffällige Leuchtkugeln aus, sogenannte Boliden, die das Beobachten besonders lohnend machen.

Pro Stunde sind zwar nur wenige Meteore sichtbar, doch die Qualität der Erscheinungen überzeugt – einige Boliden sind sogar am Taghimmel zu sehen.

Leoniden: Schnelle Meteore und variabler Höhepunkt

Vom 6. November bis zum Monatsende sind die Leoniden aktiv. Sie scheinen aus dem Sternbild Löwe zu kommen, sind jedoch Überreste des Kometen 55P/Temple-Tuttle.

Mit bis zu 70 Kilometern pro Sekunde zählen die Leoniden zu den schnellsten Sternschnuppen. Ihr Hauptmaximum ist für die Nacht vom 17. auf den 18. November vorhergesagt und fällt in diesem Jahr mit günstigen Mondverhältnissen zusammen.

Zum Höhepunkt werden meist zehn bis zwanzig Sternschnuppen pro Stunde erwartet, allerdings sind die Leoniden sehr variabel – in manchen Jahren können sie für spektakuläre Schauer sorgen.

Besonders eindrucksvoll sind die Leoniden, wenn der Komet der Sonne nahe war, was aber erst 2031 wieder der Fall sein wird. Heuer ist daher kein außergewöhnliches Maximum zu erwarten.

Tipps für Sternschnuppen-Fans

Für gelungene Sternschnuppenfotografie empfiehlt es sich, ein Stativ und einen Fernauslöser zu verwenden. Eine Kamera mit manuellen Einstellungen, hohem ISO-Wert und möglichst weit geöffneter Blende ist vorteilhaft. Geduld und längere Belichtungszeiten helfen, das kosmische Schauspiel festzuhalten.

Die angegebenen Zeiten im Artikel beziehen sich auf München. In Österreich solltest du je nach Standort einige Minuten zu- oder abziehen. Faustregel: Pro Längengrad ostwärts vier Minuten abziehen, westwärts vier Minuten dazuzählen.

dob, 04.11.2026, 20:21