Österreich startet mit unterkühltem Optimismus ins neue Jahr: Das zeigt eine aktuelle Umfrage der Linzer Meinungsforscher vom IMAS-Institut: Viele blicken weiterhin skeptisch auf die kommenden Monate – vor allem die Teuerungen liegen vielen schwer im Magen.
Zwar seien die Sorgen seit 2020 insgesamt etwas weniger geworden, aber die Stimmung bleibt ungewöhnlich vorsichtig. Im Vergleich zu früher ist die Zuversicht für das neue Jahr laut Erhebung sogar deutlich niedriger als sonst.
Der Rückblick auf 2025 fällt dennoch nicht komplett düster aus: Knapp jeder Zweite bezeichnet das Jahr als zumindest "ziemlich gut". Gleichzeitig zeigt der Vergleich, wie sehr sich die Stimmung verändert hat – 2019 sagten das noch 69 Prozent.
Und dann kommt sie wieder, die große Laune-Bremse: Teuerung. Im Report wird sie ganz offen als "Stimmungskiller" bezeichnet, der die Sorgenfalten weiterhin vertieft. Viele spüren sie ganz deutlich im Alltag, wenn der Wocheneinkauf plötzlich wie ein Luxusausflug wirkt.
Trotzdem: Der Jahreswechsel bleibt für viele ein Neustart-Knopf. 32 Prozent der Österreicher nehmen sich zu Silvester vor, im Leben etwas zu verändern – ganz vorne mit dabei: Sport, bewusster leben, gesünder essen und mehr soziale Kontakte. Manche Vorsätze werden in den letzten Jahren immer wichtiger – etwa sparsamer sein, mehr Zeit mit der Familie, ausmisten oder toleranter werden.