Rauchen, Auto, Steuern

2026 wird richtig teuer – das musst du jetzt wissen

Das Sparpaket wirkt, die Inflation bleibt – 2026 droht eine Kostenlawine. Von Vignette bis Hundesteuer – "Heute" weiß, wo du mehr zahlen musst.
Lukas Leitner
30.12.2025, 09:00
Loading...
Angemeldet als Hier findest du deine letzten Kommentare
Alle Kommentare
Meine Kommentare
Sortieren nach:

Kommentare neu laden
Nach oben
Hör dir den Artikel an:
00:00 / 02:45
1X
BotTalk

Ob beim Einkaufen, Tanken oder Öffi-Fahren – 2026 wird für viele Österreicher spürbar teurer. Grund dafür ist nicht nur die anhaltend hohe Inflation, sondern auch das Sparpaket der Bundesregierung, das weiterhin Wirkung zeigt.

"Heute" hat sich angesehen, welche Preise mit Jahreswechsel steigen, welche neuen Steuern anfallen und wo es besonders teuer wird.

Inflation sinkt nicht

Dabei ist ganz klar: Günstiger wird mit dem Jahreswechsel kaum etwas. Die Inflation lag im November bei 4 Prozent. Eine spürbare Besserung wird es demnach auch nicht in den kommenden Monaten geben. Das heißt: Die Preise steigen weiter an, sowohl für Energie als auch für Lebensmittel.

Öffi-Tickets werden teurer

Doch nicht nur aufgrund der Inflation ist in Österreich im kommenden Jahr mehr zu berappen, sondern auch deshalb, weil die Preise angehoben werden. Besonders spürbar ist das für all jene, die mit den Öffis unterwegs sind und sich in den letzten Jahren ein Klimaticket geleistet haben.

Denn dieses wird nun zu einem echten Luxusprodukt – das gilt sowohl für ganz Österreich als auch für einzelne Regionen. Das Klimaticket für Wien, Niederösterreich und Burgenland kostet 2026 statt bisher rund 898Euro rund 1.000Euro, bei Senioren steigt der Preis auf etwa 700Euro.

Für ganz Österreich wird der Preis zudem von 1.300 auf 1.400 Euro angehoben. Das Klimaticket Ö Jugend / Senior/ Spezial steigt von 975 auf 1.050 an und der Aufpreis für die Familie liegt mit dem Jahreswechsel bei +140 Euro (bislang +130 Euro).

Obendrauf gibt es auch noch eine Kostenexplosion in der Bundeshauptstadt. Die Wiener Linien haben ihre Preise ebenfalls erhöht. Ab 1. Jänner kostet eine Einzelfahrt 3,20 Euro (bisher 2,40 Euro), das 7-Tage-Ticket 28,90 Euro (bisher 22,60 Euro), das 31-Tage-Digital-Wien-Ticket 65,20 Euro (bisher 51,00 Euro) und die Jahreskarte satte 461 Euro (bisher 365 Euro).

Diese Steuer wird erhöht

Neben der Anhebung der Preise für Öffi-Tickets steigt auch die Hundesteuer. Den größten Sprung gibt es dabei in der Hauptstadt Wien – hier wird die jährliche Abgabe für den ersten Hund von bisher 72,67 Euro auf 120 Euro angehoben. Für jeden weiteren Hund werden künftig 160 Euro fällig.

E-Card-Gebühr für Pensionisten

Schon in diesem Jahr wurde die E-Card-Gebühr auf 25 Euro angehoben. Der Betrag musste von den meisten Österreichern dabei schon im November berappt werden. Bislang waren Pensionisten von dem Beitrag ausgenommen. Das ändert sich aber mit dem Jahreswechsel, denn ab 2026 müssen auch sie die Gebühr zahlen.

Preise für Autofahren und Parken steigen

Auch Autofahrer müssen im kommenden Jahr tiefer ins Börserl greifen, denn die Preise für die Jahresvignetten wurden erhöht. Eine Jahresvignette fürs Auto kostet mittlerweile schon 106,80 Euro. Motorradfahrer steigen zwar günstiger aus, doch auch hier werden die Kosten der Vignette auf 42,70 Euro angehoben.

Teurer wird es auch auf den Straßen Wiens, beziehungsweise auf den Parkplätzen der Bundeshauptstadt. Ab dem 1. Jänner 2026 steigen die Preise für Kurzparkzonen um 30 Prozent, das Parkpickerl wird ebenfalls erhöht, und auch die Strafen für Falschparker steigen. Ein Monatsticket kostet ab dem Jahreswechsel dann 13 Euro.

Neuwagen kostet extra

Wer sich einen Neuwagen mit Benzin- oder Dieselmotor zulegt, wird zudem noch etwas drauflegen müssen. Denn ab 2026 steigt die NoVA – also die Normverbrauchsabgabe – je nach CO₂-Ausstoß. Laut ÖAMTC sind davon sogar viele Hybrid-Modelle und Plug-in-Hybride betroffen. Nur Elektroautos bleiben von der NoVA befreit.

Doch damit nicht genug: Auch die jährlich fällige motorbezogene Versicherungssteuer wird bei Neuzulassungen spürbar teurer. Im Schnitt zahlen Benzin- und Diesel-Fahrer rund 35 Euro mehr pro Jahr als bisher. Bei Plug-in-Hybriden kann es durch strengere Abgasnormen ebenfalls zu höheren Abgaben kommen.

Preise fürs Rauchen angehoben

Die Tabaksteuer steigt, konkret der Fixbetrag von 83,50 auf 85,50 Euro pro 1.000 Stück. Der variable Anteil bleibt bei 32 Prozent des Verkaufspreises. Neu besteuert werden ab April auch Nikotinbeutel und E-Zigaretten-Liquids.

{title && {title} } LL, {title && {title} } Akt. 30.12.2025, 10:38, 30.12.2025, 09:00
Jetzt E-Paper lesen