Strafen für Eltern

Über 2.000 Suspendierungen – jetzt kommen neue Regeln

Die Zahl der Suspendierungen wegen Gewalt ist erneut gestiegen. Ab 2026 drohen Schülern Pflichtprogramme – und Eltern saftige Strafen.
Heute Politik
30.12.2025, 10:17
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Die Suspendierungen haben auch dieses Jahr erneut zugenommen. Laut aktuellen Zahlen wurden im Schuljahr 2024/25 insgesamt 2.187 Kinder und Jugendliche wegen Gewalt vom Unterricht ausgeschlossen, wie die APA am Montag berichtet.

Zum Vergleich: Im Schuljahr 2023/24 waren es noch 2.000 Schüler und vor der Covid-Pandemie waren es knapp 1.000.

Besonders betroffen sind Mittelschulen mit 1.187 Fällen, gefolgt von Volksschulen (413) und Sonderschulen (328). Dort liegt der Anteil der Suspendierungen im Vergleich zur Schülerzahl am höchsten – bei rund zwei Prozent.

Strafen für Schüler und Eltern

Nun kommen neue Regeln auf die Schüler und deren Eltern zu. Denn ab Herbst 2026 wird es eine verpflichtende Suspendierungsbegleitung geben. Dazu gehört unter anderem ein Mix aus Unterricht und Maßnahmen zur "Reintegration".

Darüber hinaus werden Schüler in Zukunft nicht mehr nur von der Schule ausgeschlossen, sondern müssen zur Suspendierungsbegleitung. Auch diese ist Pflicht.

Außerdem werden Eltern in die Pflicht genommen: Ihnen droht bei schwerem Fehlverhalten ihrer Kinder in der Schule, insbesondere bei wiederholter Gewalt und mangelnder Kooperation mit der Schule, Verwaltungsstrafen von bis zu 1.000 Euro, die bei Nichtteilnahme an Gesprächen oder unentschuldigtem Fernbleiben der Kinder verhängt werden können.

Bildungsminister Christoph Wiederkehr (NEOS) sieht die aktuellen Zahlen als eine Bestätigung für seine neuen Maßnahmen. Diese Kinder und Jugendlichen müssten bestmöglich bei der Rückkehr in den Regelunterricht unterstützt werden, damit sie "eine echte Chance auf ein selbstbestimmtes Leben haben", wird der Minister in der APA zitiert.

{title && {title} } pol, {title && {title} } Akt. 30.12.2025, 10:28, 30.12.2025, 10:17
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