Der ehemalige Finanzminister Karl-Heinz Grasser sitzt derzeit seine Haftstrafe in der Justizanstalt Innsbruck ab – dem berüchtigten "Ziegelstadel". Doch nun könnte es für Grasser ganz schnell gehen und er könnte schon im Jänner aus seiner Zelle ausziehen.
Wie "Heute" in Erfahrung bringen konnte, dürfte für Grasser ein Geburtstagswunsch in Erfüllung gehen. Ermöglicht wird der Auszug durch eine Gesetzesnovelle, die seit Kurzem gilt: Statt wie bisher ein Jahr, kann die Fußfessel nun zwei Jahre vor dem voraussichtlichen Haftende beantragt werden.
Dadurch dürfte Grasser schon am 2. Jänner dem Gefängnis den Rücken kehren und seine Zelle verlassen – also genau an seinem 57. Geburtstag. Grassers Anwalt Norbert Wess wollte gegenüber "Heute" nicht bestätigen, dementiert es aber auch nicht.
Sollte es wirklich dazu kommen, ist seine neue Unterkunft jedenfalls ein Upgrade. Immerhin würde Grasser in den Unterhirzinger Hof samt 3.000 Quadratmeter Grund ziehen. Eine deutliche Verbesserung zur Zelle, auch wenn weite Teile des Hauses tabu bleiben würden.
Denn im Garten liegen und den ganzen Tag spazieren gehen, steht auch dann nicht am Tagesplan. Grasser steht – im Falle einer Fußfessel – nämlich nur eine Stunde am Tag frei zur Verfügung. Die restliche Zeit darf er sich nur in ganz bestimmten Räumen aufhalten, wie etwa das Schlafzimmer, Wohnzimmer, Bad oder Küche.
Für Hobbys bleibt ebenfalls wenig Zeit und einen Urlaub auf Balkonien werde es definitiv nicht geben. Der ehemalige Finanzminister muss nämlich einer Beschäftigung nachgehen. Dafür darf er auch das Haus lassen – die Möglichkeit, schnell auf einen Kaffee am Arbeitsweg zu fahren, wird es aber nicht geben. Denn sobald Grasser auf dem Weg in die Arbeit im Stau steht, muss er das sofort melden. Viel Spielraum hat er also nicht.